13 Es ist festzustellen, inwieweit außer dem Gehalt andere Quellen zur Deckung der Ausgaben herangezogen werden müssen, und ob die Nebeneinnahmen aus Kapitalertrag (z. B. Zinsen, Hausbesitz, Erbschaft) oder aus Nebenarbeit, Darlehen und Sparrücklagen, also Quellen, die eine gewisse Notlage kenn⸗ zeichnen, stammen. Die folgende Aufstellung zeigt die durchschnittlichen Ein— nahmen einer Haushaltung für ein Jahr, für einen Monat, für eine Voll— person (val. Seite 9) und in Prozenten: Gehalt ....... .. Nebenverdienst des Mannes ........ der Frau .......... Beitrag der Kinder .... Naturalbeiträge und Ge— schenke der Eltern und Verwandten .P...... Haus und Wohnung . Acker und Garten .... Nutzvieh.............. Darlehen ............. Sparkasse ............ Zinsen .............. Sonstiges Zusammen ... Im Laufe des Jahres wieder zurückgezahlte Vorschüsse Von einem Haushalt im Durchschnitt 3 936.41 82. 34 48. 23 19. 74 65.52 17. 69 7.02 3. 27 4021 1 4 368..* 160. 35 Von 100 ⸗ der Gesamt⸗ Einnahmen 90.11 1. 88 1. 10 0.45 — 9 16 367 Monatlich von einer von einer Haushaltung! Vollperson 328,03 —210. 61 6. 86 4. 02 1,64 2.31 1. 36 0. 56 5. 46 47 89 27 84 . 50 20 o09 38 38 /9 22.77 13. 360 4.51 Das Durchschnittsgehalt betrug demnach monatlich 328,03 NM oder 90,11 v. H. der Gesamteinnahmen. Es wurden rund Jl0 v. H. der Ein— nahmen der untersuchten 290 Haushaltungen durch Nebeneinna hmen gedeckt. Irgendwelche Schlüsse auf die allgemeine Gehaltslage sind, wie schon hervorgehoben, an Hand dieser Zahlen nicht möglich. Zur Erläuterung des Gehaltes seien noch einige Bestandteile aufgeführt. Nur 117 der 290 Haus⸗ haltungen verzeichnen eine Leistungszulage. Diese betrug im Durch— schnitt 47,.48 NM monatlich. Gratifikationen wurden ebenfalls in 117 Fällen gegeben, und zwar im Durchschnitt 183,25 RM. Es ist zu be— achten, daß im allgemeinen die Haushaltungen, die weniger als 4000 )ä Gesamteinkommen bezogen, keine Leistungszulagen und keine Gratifikationen erhielten. An weiteren Zuwendungen wurden in 12 Fällen ein Ferien-— zuschuß, in 14 Fällen der Genuß eines Gewinnanteiles und 21mal Prämien, Jubiläumsgeschenke, Abschlußvergütungen, Krankheits— unterstützungen, Inventurvergütung und ähnliches gezahlt. Ein Gewinnanteil wurde von einigen Kaufmannsgehilfen in gehobener Stellung bezogen. Keinerlei Sonderzuwendungen in der vorgenannten Art und keine Leistungs⸗ zulagen empfingen 148, d. h. rund 50 v. H. der befraaten Haushaltungen.