26 — gaben. Wir betonten bereits, daß die durchlaufenden Vorschüsse in dieser Summe nicht enthalten sind. Auch sagten wir bereits, daß der Betrag der neu für längere Zeit aufgenommenen Schulden diese Rückzahlungen über⸗ steigt, daß also die Verschuldung der Haushaltungen in der Erhebungszeit zugenommen hat. Eine auffallend hohe Durchschnittsausgabe für die Haushaltung fällt auf die Unter stützungen und Geschenke 1,87 v. H. der Aus⸗ gaben, oder 80,87 M jährlich. Es handelt sich bei diesen Zuwendungen unzweifelhaft um den Ausdruck der Notlage des Mittelstandes allgemein. Die Haushaltungsbücher zeigen nämlich, daß die hier verbuchten Beträge in sehr vielen Fällen dazu dienen, die Eltern und andere Verwandte, die in der Inflation ihr Hab und Gut verloren haben, zu unterstützen. Es liegen ferner Fälle vor, wo Zuwendungen » stellenlose Werwandte gemacht wurden. Ausdruͤcklich sei betont, daß in dieser Ausgabengruppe, zum Unterschied von früheren Erhebungen, Geschenke inner ha Ub der Haushaltung nicht ent— halten sind. Wohl aber wurden hier die Weihnachtsgeschenke an Freunde und Verwandte außerhalb der Familie verbucht. d)y In verschiedenen Einkommensstufen. Die verteilung der —A des Kausmanns gehilfen in v. h. der Rusgaben 42 EINKOMMEN Bis 3.000 RM 2* ⸗ 7-4000 * 8* 4 SGSER VO0O0O — AD—— uNGS . RELEUCEHC. ASJ— QNSTIISGES ——— ————— — — — — —A *5 — —c —— —— —— * — —— 77 —— Eine Betrachtung der Einkommensverwendung des Kaufmannsgehilfen in verschiedenen Einkommensstufen zeigt die charakter isst i sche Verschiebung der Bedürfnisse bei steigendem Ein⸗ kommen. Der shlechtgestellte Kaufmannsgehilfe muß für die unentbehr⸗ lichen Existenzbedürfnisse — Ernährung, Wohnung, Bekleidung, Heizung und Beleuchtung — fast sein ganzes Einkommen aufwenden. Wir konnten bereits darauf hinweisen, daß der Kaufmannsgehilfe, im Gegensatz zu anderen Berufsständen, auch die kulturellen Bedürfnisse z. T. für unentbehrlich an— sieht und deshalb sogar die genannten Existenzbedürfnisse hintansetzt, um kulturelle Aufwendungen machen zu können. Nur so ist es zu erklären, daß Kaufmannsgehilfen mit gleichem Einkommen wie Arbeiter weniger für Er—⸗ nährung und mehr für andere Bedürfnisse aufwenden. Wie verbalten sich