— 46 — Damit die hier vermuteten Einflüsse sichtbar gemacht werden können, müssen die Haushaltungsrechnungen innerhalb verschiedener Einkommens— stufen nach der Größe der Kopfzahl verglichen werden. Eine weitere Tren⸗ nung nach Ortsgröße ist wegen des beschränkt vorhandenen Materials leider nicht möglich. Bei Unterlegung von drei Einkommensstufen (bis 3000 AM, 3000 bis 4000 M und über 4000 N) ergeben sich drei Tabellen, die im Anhang dieser Schrift wiedergegeben werden (Tabellen IVa — c). Schon die verschieden starke Besetzung der Einkommensstufen mit Haushaltungen zeigt, daß die Bemittelteren (über 4000 M Einkommen) haupt⸗- sächlich die Familien mit größerer Kopfzahl sind. Es liegt also eine ähnliche Beobachtung vor, wie sie das Statistische Reichsamt im Jahre 1907 gemacht hat, daß die große Kopfzahl mit größerem Ein— kommen zusammenfällt. Einkommen —V— Tab. IVa) bis 32000 Tab. IVD) 3/4000 Tab. IVc) ũb.4000 Zusammen ..... 2 3 — 4 5 Personen Personen Personen Personen 6 u. mehr Personen S Summa 7 16011 4 — 38 27 5 25 7 5 97 381 7 5 26 11 155 52 4 1040814 37161200 Die 81 Familien mit 4 Personen, die 37 Familien mit 5 Personen und die 16 Familien mit 6 und mehr Personen entfallen charakteristischerweise zum größten Teil auf die Einkommensstufen von 3000 bis 4000 M und über 4000 M. Es sei noch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß durch die sehr ungleiche Verteilung der Haushaltungsrechnungen auf die verschiedenen Gruppen die Wirkungen verschiedener Kopfzahl nicht in allen drei Einkommensstufen gleich klar in Erscheinung treten können. Man wird daher stets zu berücksichtigen haben, wieviel Rechnungen der zu beobachtenden Gruppe unterlegt worden sind, da bei den kleineren Gruppen unter zehn Wirtschaftsrechnungen leicht Zufallserscheinungen eine Rolle spielen. Wie verhalten sich zunächst die Einnahmen? Aus den Tabellen ist mit ziemlicher Deutlichkeit zu ersehen, daß die Einnahmen aus Nebenverdienstder Fraumitsteigender Kopfzahlder Familie zurückgehen, und daß die Nebeneinnahmen ausAcker, Gartenund Viehzuchtsteigen. Gewisse Tendenzen scheinen auch darauf hinzudeuten, daß der Nebenverdienst des Mannes und die Zuwendungen der Eltern sowie die Vermietungseinnahmen zunehmen. Diese Beobachtungen stehen übrigens mit denen des Statistischen Reichsamtes von 1907 voll⸗ kommen im Einklang. Sie entsprechen auch der Ueberlegung, daß die Frau bei steigender Kinderzahl weniger Nebenarbeit verrichten kann, und andere Erwerbsquellen vom Manne oder Unterstützungen seitens der Eltern und Verwandten stärker in Anspruch genommen werden müssen. Die Ab⸗ nahmeder Nebenarbeitder Friau zeigt sich z. B. bei einem Ein— kommen von 3000 bis 4000 M (Tab. S. 47):