& Co. mit der Anweisung, Gold zu kaufen, bis es einen bestimmten Kurs erreicht hätte. Beide Spekulanten wußten, wann auf der Börse die Reihe am Gold war. Aber plötzlich begann das Bieten in Gold Room selbst. „Ich verkaufe eine halbe Million‘, sagte jemand, „trotz der großen Verschiffungen.“‘ „Ich nehme die halbe Million und noch eine wei- tere halbe Million um einen halben Prozent höher”, antwortete Morgans Partner prompt. Hierauf wurden keinerlei Versuche mehr gemacht, den Kurs zu drücken. Die Importeure mußten klein beigeben, sie hatten ihre Verbindlichkeiten so überfällig werden lassen, daß sie nun Sichtwechsel ziehen mußten, und Morgan war der einzige, der sie honorieren konnte. In weniger als zwei Wochen war so das für den Goldkauf angewendete Geld wieder hereingebracht und die Transaktion schloß mit einem Gewinn von 160000 Dollar, was damals als ein großes Geschäft betrachtet wurde, Um diese Zeit beteiligte sich Morgan auch an einem jener nicht immer ganz sauberen Lieferungsgeschäfte, wie sie in jedem Krieg vorkommen. Es war damals üblich, daß jeder Heerführer für die Bewaffnung und Ausrüstung seines Truppenteils selbst zu sorgen hatte, ebenso hatte der Soldat von seiner Löhnung für Uni- form, Verpflegung und bei berittenen Truppen für sein Pferd und so weiter zu zahlen. Reste dieses Gebrauchs haben sich in den Vereinigten Staaten bis heute er- halten. Nun war diese Regelung naturgemäß ein zwei- schneidiges Schwert. Geschäftstüchtige Generale konnten an Zwischengewinnen, Provisionen und der- gleichen große Summen verdienen, während andere, weniger gewandte, sich von skrupellosen Lieferanten übers Ohr hauen lassen mußten. Die Kosten hatte 26