und man schon zu Briefmarken und Notgeld seine Zu- flucht genommen hatte. Andererseits führte die Auf- hebung der Zahlungen mit Hartgeld und die Selten- heit von Gold im Vergleich zu Papier zu einem Auf- geld auf Gold und zu fieberhafter Spekulation mit diesem Edelmetall. Die Goldspekulation wurde zwar als nationales Übel gebrandmarkt und die Börse ge- stattete sie nicht, aber die Goldspekulanten trafen sich im Gold Room und machten bessere Geschäfte als je zuvor. Darauf übertraf der Kongreß sich selbst, indem er im Juni 1864 den berühmten Gold Act durch- brachte, der den An- oder Verkauf von Gold unter Strafe stellte. Das war ein schwerer Schlag gegen den gesunden Geschäftssinn der Bankiers im Lande. Sie waren zwar bereit, die Goldspekulation zu entmutigen, sie aber ganz zu verbieten, war absurd, denn wenn Gold nicht zu jeder Zeit auf dem Markt angeboten werden konnte, wußte niemand, was es wert war, und wer welches besaß, hielt es natürlich zurück. Die New Yorker Bankiers, J. P. Morgan unter ihnen, charakterisierten .diese Handlungsweise des Kongresses folgendermaßen: „Es ist eines der merkwürdigsten und weltfrem- desten Gesetze, die jemals in irgendeinem Lande ge- macht worden sind. Es hat die Regierung in ihrer Ab- sicht, der Goldspekulation unter den Maklern und den wilden Händlern ein Ende zu machen, nicht unterstützt, es hat vielmehr genau die gegenteilige Wirkung ge- habt und wird sie auch weiterhin haben. Der Kurs in Wall Street stieg sofort auf 200, 205, 210 und sogar auf 225, Dieser Gold Act ist eine Einmischung des Kongresses in das ordnungsmäßige Geschäftsleben einer Handelsstadt und öffnet der Gesetzlosigkeit Tür und Tor. Die Hausse des Goldkurses wurde nicht von der Wall Street verursacht. ihre Ursache war viel- 8"