kont, der kaum die Kosten des Verfahrens decken würde, nämlich 1 Prozent, Für die Soldaten ist diese Handlung Morgans un- zweifelhaft die größte Tat, die er je verrichtet hat. Morgan kam jetzt mit einer großen sozialpolitischen Organisation in Berührung, die im Norden infolge des Zwiespalts der öffentlichen Meinung während des Bürgerkriegs entstanden waren. Es war der Union League Club, der 1863 gegründet worden war mit dem Hauptzweck, die Regierung in ihren Anstrengungen, die Rebellion zu unterwerfen, zu stützen. Für die Mit- gliedschaft war absolute und bedingungslose Anhänger- schaft an die Prinzipien Lincolns notwendig, Morgan wurde Anfang der siebziger Jahre als Mitglied in diesen Klub gewählt, und dieser Vorgang ist inter- essant, da er ein Licht auf seine politische Überzeu- gung wirft. Im allgemeinen sprach er nämlich nie gern oder mit Eifer über Politik. Fünfundzwanzig Jahre später waren einige Mit- glieder des Klubs der Ansicht, daß er sich selbst ehren würde, wenn er Morgan zum Präsidenten wählte. Man teilte ihm also mit, wenn er sich als Kandidat auf- stellen ließe, werde er einstimmig gewählt werden. „Nein‘, sagte er und schüttelte freundlich, aber energisch den Kopf, „Sie müssen sich einen anderen Kandidaten suchen.‘ Hätte er der Wahl beigestimmt, so wäre er der Nachfolger bedeutender Männer ge- worden, von denen nur genannt seien der New Yorker Kaufmann Robert B. Minturn, der Diplomat John Jay, Joseph H. Choate, der frühere Gouverneur, Senator und Staatssekretär Hamilton Fish, William M, Evarts, Chauncey M. Depew, General Horace Porter und Elihu Root. Als aber Beauftragte des Verwaltungsrates der Columbia-Universität etwas zögernd bei ihm er- P Morcdan 5