schienen, um ihn zu fragen, ob er eine Wahl in das Komitee der Universität annehmen würde, waren sie angenehm enttäuscht, als Morgan dieses Angebot scheinbar sehr zu würdigen wußte. „Ich würde es als eine Ehre auffassen‘, sagte er, So war stets seine Haltung gegen viele der Wohlfahrts- und Bildungs- einrichtungen der Stadt. Aus Ehrungen, die direkt oder indirekt mit politischer Betätigung zusammen- hingen, machte er sich gar nichts; eine Verbindung mit der Leitung eines philanthropischen Unternehmens oder einer Bildungsanstalt wie des Museums of Natural History oder des Metropolitan Museum of Art schien die einzige Ehrung zu sein, auf die er irgendwelchen Wert legte. ä Zehn und mehr Jahre nach der Beendigung des Bürgerkrieges hatten die amerikanischen Eisenbahnen unter den Feldzügen der Spekulanten zu leiden. Es wurde weiter oben schon berichtet, wie Gould und Fisk eine Eisenbahnlinie zu rauben versuchten, und wie Morgan sie daran hinderte. Jetzt aber tauchte eine neue Idee im Börsenfreibeutertum auf, gegen die die Methoden von Gould und Fisk fast als Kinderspiel erscheinen. Das war die Bildung von Konsortien, um Konkurrenzlinien zu bauen. Das Böse, das ein Speku- lant tut, stirbt mit ihm, aber eine Konkurrenzbahn, die keine Lebensberechtigung hat, die nur ein Geschwür ist, um eine schon bestehende Linie zum Ausbluten zu bringen, bleibt ewig und ist ein dauerndes Übel, Ihre Geschichte wird eine Serie von immer wiederkehren- den Reorganisationen, wie z. B. die der Erie. Die Bahnen, die sie angreifen soll, mögen gute, solide Unternehmungen gewesen sein, wie etwa die New York Central und die Lake Shore, als sie gänzlich un- CB