ihr Geld in diese Bahn gesteckt, und er sehe gar keinen Grund, sie ihnen abzukaufen. Übrigens wollte Vander- bilt gar nicht verkaufen, obwohl er außerordentlich gern sich aus dem Netz befreit hätte, in dem er sich selbst verstrickt hatte, Inzwischen hatte Morgan mit Frank Thomson, dem Vizepräsidenten der Pennsylvania, gesprochen. Er hatte ihm gesagt, er sei überzeugt, daß irgendwelche Schritte unternommen werden müßten, um ein Ein- vernehmen zwischen den großen Gesellschaften in die Wege zu leiten. Thomson sagte, es gebe zwei wunde Punkte, die West Shore und die South Pennsylvania. „Ich habe die Angelegenheit schon mit den Leuten von der New York Central besprochen”, sagte Mor- san, „sie wollen die West Shore übernehmen, wenn lie Pennsylvania die South Pennsylvania übernimmt.“ „Wie die Lage augenblicklich ist‘, erwiderte Thomson, „sehe ich nicht, wie das möglich gemacht werden sollte, Vanderbilt hat es für gut befunden, nach Pennsylvarien zu kommen. Niemand hat ihn her- serufen, um hier eine Bahn zu bauen, und warum sollte die Pennsylvania, gegen die seine Aktion sich gerade richtet, ihm das Geld zurückerstatten, das er in die South Pennsylvania gesteckt hat?” So hatte Morgan einen Vorgeschmack der Gegner- schaft, die sich seinen Plänen entgegenstellte, erhalten. Entmutigt war er jedoch nicht im geringsten. Er fuhr nach New York zurück und suchte Chauncey M. Depew auf, Sie besprachen die Einzelheiten der Über- nahme der West Shore, und bald darauf begab sich Morgan neuerdings nach Philadelphia. Bei einer späteren Untersuchung über den South- Pennsylvania-Fall berichtete Morgan, was er damals getan hatte; 78