gerufen. Die Frage, die diese Leute am meisten in- teressierte, war nicht der Verlust, den die Schuldner der West Shore erlitten, noch der Gewinn, den die Anteilbesitzer der Central nun davontragen würden, sondern die Auswirkung der Vereinigung auf das von beiden Linien bediente Land. Die Einwohner dieser Gegenden fanden sich von neuem einer Monopolgesellschaft auf Gnade und Un- snade ausgeliefert und konnten nur hoffen, daß die Gesellschaft ihre Kunden nicht mit kurzsichtiger Poli- tik behandeln würde. „Wir müssen uns auf die Stimme der Öffentlichkeit verlassen, um gerecht behandelt zu werden”, wurde gesagt, „aber man kann nicht leugnen, daß die Zu- sammenlegung uns einem großen Eisenbahnproblem gegenüberstellt.‘”” Diese Seite der Eisenbahnfrage war von der, mit der Morgan sich beschäftigt hatte, voll- kommen verschieden, doch liegt es klar auf der Hand, daß ihre Lösung genau so notwendig war wie die der anderen, finanziellen Frage, deren Beilegung er er- möglicht hatte. Morgan fühlte jedoch, daß, bevor die Tariffrage die größte Wichtigkeit erlangte, es nötig war, den Eisenbahnen die Mittel zur Fortführung des Betriebs zu verschaffen. Er zeigte, daß er der einzige war, der das tun konnte, und die nächsten zehn Jahre seines Lebens sollte er für wenig anderes Zeit haben. Er begann, nun in Aufsichtsräten zu erscheinen. Bei den Versammlungen spielte er meistens die Rolle eines aufmerksamen Zuhörers, nur selten machte er irgendwelche Vorschläge, auf Fragen antwortete er in seiner kurzen, lakonischen Art. Jemand. der in verschiedenen solchen Körper- 4