Schwab die Bethlehem verkaufen konnte, läßt sich in wenigen Worten erklären. Er hatte sie vor einigen Mo- naten auf eigene Rechnung gekauft, Nun war er aber Präsident der United States Steel Corporation, deren Konkurrent die Bethlehem war. Sobald Morgan & Co. von Schwabs Kauf hörten, kam ihm ein Wink zu, daß er nicht gut gleichzeitig Präsident der United States Steel und unabhängiger Stahlfabrikant sein könne. „Ihre Zeit gehört dem Stahltrust”, wurde ihm gesagt, „und Sie werden die Bethlehem aufgeben müssen.” Daher überließ Schwab seine Erwerbung dem Stahl- trust, deren Manager Morgan & Co. ja waren, Die Uni- ted States Steel kaufte die Bethlehem von Schwab oder vielmehr schloß eine Abmachung mit ihm, die Fabrik in seinem Namen solange zu verwalten, bis er einen Käufer finden würde. Und in Nixon und Dresser hatte Schwab ideale Käufer gefunden — vom Stand- punkt des Verkäufers aus gesehen. Die Organisatoren des Schiffbautrusts sahen näm- lich in den Bethlehemwerken eine äußerst wichtige Erwerbung, die wohl in etwa einen Ausgleich gegen die faulen Gesellschaften in ihrem Unternehmen schaf- fen konnte. So stimmten sie ohne weiteres allen Be- dingungen bei, die Schwab stellte und durch seinen Rechtsanwalt Max Pam in einem Vertrag niederlegen ließ. Das Kapital des Schiffbautrusts wurde von 36 auf etwa 71 Millionen Dollar erhöht, und an dem fest- gesetzten Termin kamen Nixon und Dresser mit Pam im Büro der Firma J. P. Morgan & Co., die als Ma- nager der United States Steel fungierte, zusammen, um die Übergabe perfekt zu machen, Der Rechts- anwalt übergab Perkins einen Scheck Schwabs über ungefähr 7 Millionen Dollar (den Preis, den der letz- tere für die Bethlehem gezahlt hatte) und nahm dafür eine Bestellung auf 10 Millionen Dollar Vorzugs-, 13 Mordan 1N7