Panik in Frankreich zu verhindern, herangetreten, je- doch ohne Erfolg. Als ihnen nun Morgan den Vorschlag machte, die Stützung des Franken mit der Annahme ihres Gutachtens zu verquicken und insbesondere Frankreich die Bedingung zu stellen, Deutschland die Wiederherstellung seiner vollen wirtschaftlichen Sou- veränität und Einigkeit zu ermöglichen, also die Ruhr- besetzung und die wirtschaftliche Trennung des be- setzten vom unbesetzten Gebiet aufzuheben, erklärten sie sich einverstanden. Sie setzten sich mit ihrer Re- gierung in Verbindung, die zwar erklärte, keinerlei Verantwortung für diese Operation übernehmen, ihr jedoch auch nichts in den Weg legen zu wollen. Die Sachverständigen versicherten sich dann des Ein- verständnisses der französischen Minister und anderer leitender Persönlichkeiten. Ob hierbei Schriftstücke gewechselt worden sind oder ob es sich nur um münd- liche Besprechungen handelte, ist nicht bekannt. Die Geschichte der Frankenstützungsaktion ist sehr wechselvoll. Es war zunächst vorgesehen, daß Morgan der Banque de France auf nicht ganz ein Jahr 100 Millionen Dollar gegen die Verpfändung von Gold- barren zur Verfügung stellen sollte. Die Banque de France verpflichtete sich, den vollen Betrag in Gold nach New York zu verschiffen, wenn bis zum Fällig- keitstermin der Kredit nicht vollständig zurückgezahlt wäre. Ferner verpflichtete sie sich, bis zur Besserung der Finanzlage keinerlei Kredite aufzunehmen außer höchstens zur Fundierung der schwebenden Schuld und zum Wiederaufbau der zerstörten Gebiete, auch diese aber nur, wenn sie durch die normalen Haus- haltseinkünfte gedeckt werden könnten. Auch werde sie selbst in dieser Zeit keine Anleihe ausgeben. Außer Morgan sollte sich England an der Frankenstützungs- aktion beteiligen, und zwar war vorgesehen, daß die 19 Morgan 79QQ