82 2,07 Millionen nur 419 Personen gezählt, für die kein Alter an- gegeben war. Diese 419 Personen verteilten sich zwar nicht regel- mäßig wie die gesamte Bevölkerung nach Zivilstand (für 51 Personen fehlte Mitteilung hierüber); aber die Verteilung war doch so, daß man ohne Bedenken Personen, bei denen Angaben über Zivilstand fehlten, pro rata gemäß der Verteilung der bekannten Fälle in der betreffenden Klasse oder nach der Anzahl von Personen mit Alters- angabe verteilen würde. Und danach würde man wieder die ge- fundene Zahl unbestimmter Fälle pro rata nach Alter verteilen, falls man nicht vorzieht, diese Zahl ganz außer acht zu lassen, was man ebenfalls in den meisten Fällen ohne ein ernstlicheres Bedenken tun könnte. Anders stellt sich die Frage da, wo es sich um die Genauigkeit der Altersgliederung handelt, teils auf Grund der Anhäufung bei den runden Jahreszahlen, teils daher, daß das Alter systematisch zu hoch oder zu niedrig angegeben wurde. Wenn ein Kind wenige Tage oder Wochen nach dem Zählungstage 1 Jahr erreicht, wird man ganz natürlich das Kind als 1jährig angeben. Im Greisenalter werden viele aus Stolz über ihr hohes Alter dieses noch erhöhen, während jüngere Jahrgänge sich vielleicht zu allzu niedrigen An- gaben verleiten lassen. Hinzu kommt Geneigtheit zum Gebrauch runder Altersjahre. Diese Fehlerquelle kann man bekämpfen, in- lem man nicht direkt nach Alter, sondern nach Geburtsjahr und ‚tag fragt. Alle Fehler lassen sich hierdurch jedoch nicht beseitigen. Viele Menschen wissen ihr Geburtsjahr nicht genau, und man gibt vielleicht in der Regel nicht systematisch das Geburtsjahr zu hoch der zu niedrig an, sondern ist zur Wahl runder Zahlen geneigt. Eine bei der im Februar 1890 abgehaltenen Volkszählung für die Kopenhagener Vorstadt Sundbyerne gemachte Stichprobe ergab das Resultat, daß 988 Personen sowohl Alter, als Geburtsjahr und Geburts- tag angegeben hatten. Bei 1/3 dieser Fälle stimmten die Angaben nicht überein. Durchschnittlich lag das mitgeteilte Alter 0,2 Jahre höher als das nach dem angegebenen Geburtsjahr zu berechnende. Zu hoch wurde das Alter besonders häufig angegeben, wenn die betref- fende Person kurz nach der Zählung Geburtstag hatte. Eine ge- wollte Unterschätzung des Alters scheint dagegen nur selten vor- yekommen zu sein. Für Livland hat eine Nachforschung über Ver- storbene erwiesen, daß das Alter durchschnittlich etwa 4 Monate zu hoch angegeben. war. In Norwegen zeigte sich, daß in sehr hohem Alter die Über-