_ 102 99, der Juni zwischen 85 und 96. oIm Gegensatz hierzu tritt der Juli mit einem Spielraum zwischen 81 und 113 auf, der August hat sogar ein Minimum von 80 und ein Maximum von 130. Was ist nun Jie Ursache zu diesen relativ großen Abweichungen vom Durch- schnitt? Eine einfache Bearbeitung des Materials besteht in einer Aus- scheidung von Sterbefällen unter kleinen Kindern. Es er- yeben sich hierbei für die zwei Monate Juli und August folgende Zahlen: RR Jahr ‚900 901 902 903 1904 ‚G05 Es starben in Berlin durchschnittlich täglich (ohne Totgeburten) Juli __ August ___ unter | über unter über Tahr 1 Jahr|1 Jahr!1 Jahr Juli ] Auryust unter ' über ' unter Über i Jahr‘ . Jahr sl >hr Mm 3 7 | Ö 27 57 35 54 22 56 25 55 3 62 3 . 14 5 ) RS 65 ‘x Für die verstorbenen Übereinjährigen ist die Regelmäßigkeitgin den Sommermonaten dieselbe wie im übrigen Teil des Jahres; aber für die kleinen Kinder kann man außerordentlich große Schwin- zungen beobachten. Bei der Teilung der Beobachtungen in diese zwei Altersklassen wird man dann eine verhältnismäßig große Gleich- mäßigkeit für die eine Gruppe bekommen. Hinsichtlich der anderen Gruppe wird es sich verlohnen, die Zahlen mit leicht zugänglichen Beobachtungen, namentlich über Temperaturverhältnisse, zu vergleichen. Ein Blick auf die Zahlen wird uns darüber belehren, Jaß die Säuglingssterblichkeit sich in den erwähnten Monaten erhöht, wenn die Temperatur steigt, und umgekehrt. So lag z. B. die Juli- temperatur in den Jahren 1900 und 1901 sehr hoch, und gleich- zeitig erreichte die Sterblichkeit einen Höhepunkt; 1902 war die Julitemperatur dagegen niedrig USW. Wählt man die 6 Jahre mit höchster Monatstemperatur, dann wird man finden, daß die Durchschnittszahl von Sterbefällen unter Säug- ingen (unter 1 Jahr) in den heißen Jahren 36,5 war (Durchschnitts- temperatur 20,4), während man in den kalten Monaten nur 25,1 “Temperatur 17,7) hatte. Für den Monat August findet man bei siner Durchschnittstemperatur von 18,9 und 16,9 eine Sterblichkeit