tings, alle diese Proteste machen einen großen Eindruck. Kinmal sind es kleine abhängige Länder, und zum anderen fühlen sich die Re- gierungen, deren Kraft ohnehin erschüttert im‘ Lande ist, um so schwächer bei der Verfolgung der Arbeiter und Bauern, wenn sie auch: von außen bombardiert werden. Zum Beispiel das Intellek- tuellenkomitee in Paris ist, wie die Franzosen sagen, la bete noire, das ist die Pest, für die Regierungen, Die Balkanregierungen organi- sieren eine spezielle Konterpropaganda gegen unsere Aktionen. Ich bin sicher, daß der Genosse Köblös von der Tschechoslowakei aus- geliefert worden wäre, wenn nicht die internationale Aktion so stark gegen dieses Verbrechen protestiert hätte, Und ich benutze die Ge- legenheit, im Namen der Exekutive die Aufmerksamkeit der aus- ländischen Genossen, die in den verschiedenen Ländern arbeiten, besonders auf die Wichtigkeit dieser Demonstrationen zu lenken. Die Proteste an die Konsulate, die Depeschen an die Regierungen, an die Parlamente machen den größten Eindruck, Und ich wiederhole: es genügt, nur eine Nummer einer rumänischen oder bulgarischen Zeitung zu lesen, um zu wissen, was für eine große Bedeutung diese Demonstrationen haben, Bartoschek-Tschechoslowakei: Es wurde ganz richtig gesagt, ein Rechtsstaat im alten Sinne existiert eigentlich nicht mehr. Das heißt für uns, daß die Verteidi- gung der verfolgten Revolutionäre einfach eine Machtfrage ist, und daß wir die Sache von diesem Standpunkte aus betrachten müssen. Es ist sehr wichtig, wenn wir in den großen politischen Prozessen unsere Kräfte im Auslande mobilisieren, Tatsächlich hat das einen bedeutenden Einfluß, Ich kann darüber etwas sagen, weil ich die Möglichkeit gehabt habe, als Verteidiger von Wujowitsch und Kuso- wac in Jugoslawien und zweimal als Verteidiger von Boris Stefanow in Rumänien zu intervenieren. Ich habe Gelegenheit gehabt, zu sehen, wie diese Interventionen die Regierungskreise in Verlegenheit brin- gen. Als ich nach Jugoslawien kam, um mich für das Schicksal von Wujowitsch und Kusowac zu interessieren, habe ich anfangs bei der jugoslawischen Regierung — ich weiß nicht, war es aufrichtig oder nur vorgespiegelt — die anscheinend größte Bereitwilligkeit gefunden. Man sagte mir, der Ministerpräsident würde mich ganz sicher emp- fangen, er würde mir sogar dankbar sein, wenn ich mich persönlich überzeuge, daß das, was im Auslande über die Affäre geschrieben wurde, erfunden oder übertrieben sei, Aber ehe ich dazu kam, diese Intervention vorzunehmen, wurde ich polizeilich aus dem Lande aus- gewiesen, Ungefähr das gleiche geschah. in Rumänien, Es ist aber nicht ganz richtig, wenn man sagt, man kann als Ausländer vor einem rumänischen Gericht nicht als Verteidiger fungieren, denn zur Ver- teidigung im Prozeß Boris Stefanow und Genossen wurde ich zuge- jassen. Natürlich wurde der Prozeß in derselben Sitzung vertagt, man hat sich wieder so geholfen, Ich kam das zweite Mal nach Bukarest, ich bin wieder als Verteidiger anerkannt worden, aber auch diesmal erfolgte eine Vertagung. Und am Tage nachher wurde ich polizeilich angewiesen, das Land sofort zu verlassen, Ich hatte aber doch Gelegenheit gehabt, mit einigen Verhafteten, insbesondere mit Stefanow, persönlich zu sprechen, und er hat mir An