Sierung, verhaftet sogar die emigrierten Dobrudschianer und schickt sie nach Rumänien zurück, Zuweilen kommt es auch zu Ermor- dungen, So endeten im September vier bekannte dobrudschianische Revolutionäre, Dotschew, Chorew, Gitzow und Gospodschakow, Sie befanden sich in Bulgarien bei ihren Kameraden, Die bulgarische Regierung entsandte eine Abteilung von 50 Soldaten, um sie zu ver- haften, Beim Zusammenstoß blieb von sechs Revolutionären nur einer am Leben und auf freiem Fuß. Drei wurden getötet, zwei töd- lich verwundet und auf die Straße geworfen, wo sie auch starben. So sieht die Lage in der Dobrudscha aus. . Wir dobrudschianischen Revolutionäre und die ganze Bevölke- rung unternahmen einen Versuch, uns an den Völkerbund, an das „gesellschaftliche Gewissen Europas”, an die Redaktionen der großen europäischen Zeitungen und an einige Organisationen mit der Bitte zu wenden, sie mögen von der rumänischen Regierung die Aufhebung dieser ungeheuerlichen Ausnahmegesetze und die Einstellung der Verhöhnung der dobrudschianischen Bevölkerung fordern. Auf alle unsere Eingaben, die mit Berichten erhärtet waren, folgte jedoch nur ein tiefes Schweigen, welches noch jetzt andauert. Ein Albanier: Man muß sich in Erinnerung rufen, daß Albanien während der Zeit von 41 Jahren drei Zergliederungen erlitten hat: die erste 1880, die zweite 1913 und die dritte im Jahre 1921. Man hat viel von einem freien Albanien gesprochen: Man sagte, die kapitalistischen Großmächte hätten. dem albanischen Volk die et en schen, Das ist aber nicht wahr, Im Jahr 1913 hat man ganz einfach Albanien in zwei Teile geschnitten. Der größere Teil des albanischen Volkes wurde direkt den ser- bischen Imperialisten. dem König Nikita und den Griechen unter- worfen, Der übrige Teil, aus dem man einen sogenannten unabhängigen Staat errichtete, blieb erhalten, um in allen internationalen Balkan- Iragen als „casus belli“ zu dienen. Nach diesem Teil gelüstete es nacheinander den verschiedenen Balkanstaaten, Italien und Oester- reich. Mit anderen Worten, das albanische Volk konnte selbst in diesem, zu einem freien Staate gestalteten Teile nicht befreit werden. Die fürchterlichste Lage blieb aber demjenigen Teile Albaniens vorbehalten, der von Jugoslawien unterjocht wurde. . In diesem Teile Albaniens gibt es keine politischen Rechte; selbst das Recht zu leben vesteht nicht, Man darf keine Schulen gründen, man darf die na- tionale Sprache nicht kultivieren und keine nationale Presse schaffen; man hat auch kein Recht, nach Albanien zu emigrieren. Ein alba- nischer Bauer von Kossowo z, B. ist niemals sicher, wenn er sein Heim verläßt, um sein Feld zu bearbeiten; daß er wieder wohlbehalten nach Hause kommt. Und wenn er nach Hause kommt, so ist er nicht sicher, daß er am nächsten Tage noch am Leben sein wird, denn man kann ihn auf seinem Felde erschlagen, man kann ihn in seinem Bett ermorden, man kann ihn vor seiner Tür massakrieren, Tausende und Abertausende Albanier wurden auf diese Weise getötet, Die militärische jugoslawische Regierung hat systematisch Massakers or- ganisiert. Ich will nur einige erwähnen; Im Jahre 1919, in dem kleinen Kreise Gussinje mit 7000 Einwohnern. hat man 600 Frauen und a