Erstes Kapitel

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(Buch I, Kapitel VI5c), daß ein Teil des konstanten Kapitals, die
eigentlichen Arbeitsmittel (zum Beispiel Maschinen), in einer größeren
öder geringeren Anzahl von Wiederholungen derselben Produktions-
prozesse stets von neuem dienen, ihren Wert daher auch nur stück-
weise an das Produkt abgeben. Wie weit dieser Umstand den Kreis-
laufprozeß modifiziert [auf ihn abändernd einwirkt], wird sich später
zeigen. Hier genügt folgendes: In unserm Beispiel enthielt der Wert
des produktiven Kapitals gleich 422 Pfd. Sterl. nur den durchschnitt-
lich berechneten Verschleiß der Fabrikgebäude, Maschinerie etc., also
nur den Wertteil, den sie bei Verwandlung von 10600 % Baumwolle
in 10000 % Garn auf letzteres übertragen, auf das Produkt eines
wöchentlichen Spinnprozesses von 60 Stunden. In den Produktions-
mitteln, in welche sich das vorgeschossene konstante Kapital von
372 Pfd. Sterl. verwandelt, figurierten daher auch die Arbeitsmittel,
Gebäude, Maschinerie etc. so, als ob sie auf dem Markt gegen
wöchentliche Ratenzahlung [Teilzahlung] nur gemietet wären. Dies
ändert jedoch absolut nichts am Sachverhalt. Wir brauchen das in der
Woche produzierte Garnquantum von 10000 % nur mit der Anzahl der
auf eine gewisse Reihe von Jahren berechneten Wochen zu multi-
plizieren, damit der ganze Wert der gekauften und in dieser Zeit
aufgebrauchten Arbeitsmittel auf es übertragen wird. Es ist dann
klar, daß das vorgeschossene Geldkapital erst in diese Mittel ver-
wandelt, also aus dem ersten Stadium G—W herausgetreten sein
muß, bevor es als produktives Kapital P fungieren kann. Ebenso
klar ist es in unserm Beispiel, daß die dem Garn während des Pro-
duktionsprozesses einverleibte Kapitalwertsumme von 422 Pfd.
Sterl. nicht als Wertbestandteil der 10000 % Garn in die Zirku-
lationsphase W’— G’ eingehen kann, ehe es fertig ist. Das Garn kann
nicht verkauft werden, ehe es gesponnen.

In der allgemeinen Formel wird das Produkt von P betrachtet
als ein von den Elementen des produktiven Kapitals verschiedenes
materielles Ding, als ein Gegenstand, der eine vom Produktions-
prozeß abgesonderte Existenz, eine von der der Produktionselemente
verschiedene Gebrauchsform besitzt. Und wenn das Resultat des
Produktionsprozesses als, Ding auftritt, ist dies stets der Fall, selbst
wo ein Teil des Produkts wieder als Element in die erneuerte Pro-
duktion eingeht. So dient Getreide als Aussaat zu seiner eigenen Pro-
duktion; aber das Produkt besteht nur aus Getreide, hat also eine
von den mitverwandten Elementen, der Arbeitskraft, den Instru-
menten, dem Dünger, verschiedene Gestalt. Es gibt aber selbständige
Industriezweige, wo das Produkt des Produktionsprozesses kein neues
gegenständliches Produkt, keine Ware ist. Oekonomisch wichtig
davon ist nur die Kommunikationsindustrie [Verkehrsindustrie], sei
sie eigentliche Transportindustrie für Waren und Menschen, sei sie
Uebertragung bloß von Mitteilungen, Briefen, Telegrammen ete.

5c In der Engeleschen Ausgabe steht: Kapitel IV. K.