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Erster Abschnitt
vorgeschossenen Kapitalwerts als Zweck des ganzen Prozesses; P. ..P
{P’) auf den Produktionsprozeß des Kapitals als Reproduktions-
prozeß mit gleichbleibender oder wachsender Größe des produktiven
Kapitals (Akkumulation); W’...W’, während es schon in seinem
Anfangsextrem sich als Gestalt der kapitalistischen Warenproduk-
tion ankündigt, umschließt produktive und individuelle Konsumtion
von vornherein; die produktive Konsumtion und die darin einge-
schlossene Verwertung erscheint nur als Zweig seiner Bewegung.
Endlich, da W’ existieren kann in Gebrauchsform, die nicht wieder
in irgendeinen Produktionsprozeß eingehen kann, so ist von vorn-
herein angezeigt, daß die verschiedenen in Produktteilen ausgedrück-
ten Wertbestandteile von W’ eine andere Stelle einnehmen müssen,
je nachdem W’...W’ als Form der Bewegung des gesellschaftlichen
Gesamtkapitals oder als selbständige Bewegung eines individuellen
industriellen Kapitals gilt. In allen diesen seinen Eigentümlichkeiten
weist dieser Kreislauf über sich selbst hinaus als vereinzelten Kreis-
lauf eines bloß individuellen Kapitals.

In Figur W’...W’ erscheint die Bewegung des Warenkapitals,
das heißt des kapitalistisch produzierten Gesamtprodukts, sowohl als
Voraussetzung des selbständigen Kreislaufs des individuellen Kapi-
tals, wie ihrerseits durch denselben bedingt. Wird diese Figur daher
in ihrer Eigentümlichkeit aufgefaßt, so genügt es nicht mehr, sich
dabei zu beruhigen, daß die Metamorphosen W’— G' und G— W
einerseits funktionell bestimmte Abschnitte in der Metamorphose des
Kapitals sind, anderseits Glieder der allgemeinen Warenzirkulation.
Es wird notwendig, die Verschlingungen der Metamorphosen eines
individuellen Kapitals mit denen anderer individuellen Kapitale und
mit dem für den individuellen Konsum bestimmten Teil des Gesamt-
produkts klarzulegen. Bei Analyse des Kreislaufs des individuellen
industriellen Kapitals legen wir daher vorzugsweise die beiden ersten
Formen zugrunde.

Als Form eines einzelnen individuellen Kapitals erscheint der
Kreislauf W’...W’ zum Beispiel in der Agrikultur, wo von Ernte
zu Ernte gerechnet wird. In Figur II wird von der Aussaat, in Figur
IIT von der Ernte ausgegangen, oder wie die Physiokraten sagen,
in der ersteren von den avances [Vorschüssen], in der®” letzteren von
den reprises [Wiedereinnahmen]. Die Bewegung des Kapitalwerts
erscheint in III von vornherein nur als Teil der Bewegung der all-
gemeinen Produktenmasse, während in I und IT die Bewegung von
W’ nur ein Moment in der Bewegung eines vereinzelten Kapitals
bildet.

In Figur III bilden auf dem Markt befindliche Waren die be-
ständige Voraussetzung des Produktions- und Reproduktionsprozes-
ses. Fixiert man daher diese Figur, so scheinen alle Elemente des
Produktionsprozesses aus der Warenzirkulation herzukommen und
SD In der Engelsschen Ausgabe steht „den“. K.