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Erster Abschnitt
gleichzeitig sind, sondern nacheinander fallen, mit sich selbst iden-
tisch [gleich] bleibt und mit sich selbst verglichen wird. ;

Um die Formel des Kreislaufs rein zu betrachten, genügt es nicht

zu unterstellen, daß die Waren zu ihrem Wert verkauft werden,
sondern daß dies unter sonst gleichbleibenden Umständen geschieht.
Nehmen wir zum Beispiel die Form P...P, abgesehen von allen
technischen. Revolutionen innerhalb des Produktionsprozesses, die
das produktive Kapital eines bestimmten Kapitalisten entwerten
können, abgesehen ebenfalls von allem Rückschlag eines Wechsels
der Wertelemente des produktiven Kapitals auf den Wert des vor-
handenen Warenkapitals, der gesteigert oder gesenkt werden kann,
wenn Vorrat davon vorhanden. W”, die 10000 % Garn, seien zu
ihrem Wert von 500 Pfd. Sterl. verkauft; 8440 % Garn = 422 Pfd:
Sterl. ersetzen den in W”’ enthaltenen Kapitalwert. Ist aber der
Wert von Baumwolle, Kohle etc. gestiegen (da wir hier von
bloßen Preisschwankungen absehen), so reichen vielleicht diese
122 Pfd. Sterl. nicht hin, um die Elemente des produktiven Kapi-
bals ganz zu ersetzen; es ist zuschüssiges Geldkapital nötig, Geld-
kapital wird gebunden. Umgekehrt, wenn jene Preise gefallen; Geld-
kapital wird freigesetzt. Ganz normal verläuft der Prozeß nur, wenn
lie Wertverhältnisse konstant bleiben ; er verläuft faktisch [tatsächlich]
normal®*, solange sich Störungen in der Wiederholung des Kreislaufs
Ausgleichen; je größer die Störungen, um so größeres Geldkapital
muß der industrielle Kapitalist besitzen, um die Ausgleichung ab-
warten zu können; und da im Fortgang der kapitalistischen Produk:
“on sich die Stufenleiter jedes individuellen Produktionsprozesses
und mit ihm die Minimalgröße des vorzuschießenden Kapitals
erweitert, so kommt jener Umstand zu den andern, die die Funktion
des industriellen Kapitalisten mehr und mehr in ein Monopol [aus-
schließlicher Besitz] großer Geldkapitalisten, vereinzelter oder
assozlierter [vereinigter], verwandeln.

Es ist hier beiläufig zu bemerken: Tritt ein Wertwechsel der
Produktionselemente ein, so zeigt sich ein Unterschied zwischen der
Form G...G’ einerseits und P...P und W’.,.W’ anderseits. .

In G...G’, als der Formel des neu angelegten Kapitals, das
zuerst als Geldkapital auftritt, wird ein Fall im Wert der Produktions-
mittel, zum Beispiel Rohmaterialien, Hilfsstoffe ete., geringere Aus-
lage von Geldkapital erheischen als vor dem Fall, um ein Geschäft
von bestimmtem Umfang zu eröffnen, da der Umfang des Produk-
tionsprozesses (bei gleichbleibender. Entwicklung der Produktions-
kraft) von der Masse und dem Umfang der Produktionsmittel abhängt,
die eine gegebene Menge Arbeitskraft bewältigen kann; aber weder
von dem Wert dieser Produktionsmittel, noch von dem der Arbeits-
kraft (letzterer hat nur Einfluß auf die Größe der Verwertung).
Umgekehrt: Findet eine Werterhöhung in.den Produktionselementen
St In der Engelsschen Ausgabe fehlt das Wort „normal“, K.