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Erster Abschnitt
Baumwollgarn, so wird beim Fall der Baumwolle ein Teil seines
Warenkapitals, also überhaupt seines im Kreislauf befindlichen
Kapitals, entwertet; umgekehrt beim Steigen der Baumwollpreise.
Endlich in dem Prozeß W’— G — W{rn: wenn W’-— G, Realisierung
des Warenkapitals, stattgefunden hat vor dem Wertwechsel in den
Elementen von W, so wird das Kapital nur in der im ersten. Fall
betrachteten Weise affiziert, nämlich im zweiten Zirkulationsakt
G — W{A,; wenn aber vor Vollziehung von W’— G, so bewirkt bei
sonst gleichbleibenden Umständen der Fall im Preis der Baumwolle
entsprechenden Fall im Preis des Garns, und Preissteigerung im
Preis der Baumwolle umgekehrt Preissteigerung des Garns. Die
Wirkung auf die verschiedenen im selben Produktionszweig ange-
legten Einzelkapitale kann sehr verschieden sein nach den verschie-
denen Umständen, worin sie sich befinden können. — Freisetzung
und Bindung von Geldkapital können ebenso aus Verschiedenheiten
in der Zeitdauer des Zirkulationsprozesses, also auch der Zirkulations-
geschwindigkeit, entspringen. Dies gehört jedoch in die Betrachtung
des Umschlags. Hier interessiert uns nur der reale Unterschied, der
sich mit Bezug auf Wertwechsel der Elemente des produktiven Kapi-
tals zwischen G...G’ und den beiden andern Formen des Kreislaufs-
prozesses zeigt.

In dem Zirkulationsabschnitt G — W{A wird in der Epoche
bereits entwickelter, daher vorherrschender kapitalistischer Produk-
tionsweise ein großer Teil der Waren, aus denen Pm, die Produktions-
mittel, bestehen, selbst fremdes fungierendes Warenkapital sein. Es
findet also vom Standpunkt des Verkäufers W’-— G” statt, Verwand-
lung von Warenkapital in Geldkapital. Aber es gilt dies nicht absolut.
Umgekehrt: Innerhalb seines Zirkulationsprozesses, wodas industrielle
Kapital entweder als Geld oder als Ware fungiert, durchkreuzt sich
der Kreislauf des industriellen Kapitals, sei es als Geldkapital oder
als Warenkapital, mit der Warenzirkulation der verschiedensten
sozialen Produktionsweisen, soweit letztere zugleich Warenproduk-
tion ist. Ob die Ware das Produkt der auf Sklaverei gegründeten
Produktion, oder von Bauern (Chinesen, indische Ryots)%“, oder Ge-
mein wesen (Holländisch-Ostindien), oder der Staatsproduktion (wie
solche, auf Leibeigenschaft gegründet, in früheren Epochen der
russischen Geschichte vorkommt) oder halbwilder J. ägervölker ete.:
als Waren und Geld treten sie gegenüber dem Geld und den Waren,
worin sich das industrielle Kapital darstellt, und gehen ein ebenso
sehr in den Kreislauf desselben, wie in den des vom Warenkapital
getragenen Mehrwerts, sofern letzterer als Revenue verausgabt wird,
also in beide Zirkulationszweige des Warenkapitals. Der Charakter
des Produktionsprozesses, aus dem sie herkommen, ist gleichgültig;
als Waren fungieren sie auf dem Markt, als Waren gehen sie ein in
den Kreislauf des industriellen Kapitals wie in die Zirkulation des
Su Bauern. Sprich Reiots. K.