Viertes Kapitel‘

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Seine Nachfrage nach Produktionsmitteln muß also immer minder-
wertig [d. h. hier, ihr Wert muß geringer] sein als das Waren-
produkt des mit gleichem Kapital und unter sonst gleichen
Umständen arbeitenden Kapitalisten, der ihm diese Produktions-
mittel liefert. Daß das viele Kapitalisten sind und nicht einer,
ändert nichts an der Sache. Gesetzt, sein Kapital sei 1000 Pfd.
Sterl., der konstante Teil desselben gleich 800 Pfd. Sterl.; so ist seine
Nachfrage an ihre [der übrigen Kapitalisten] Gesamtheit gleich
800 Pfad. Sterl.; zusammen liefern sie für je 1000 Pfd. Sterl. (wie viel
davon auf jeden einzelnen unter ihnen falle und welchen Teil auch
das auf jeden fallende Quantum von seinem Gesamtkapital bilde),
bei gleicher Profitrate, Produktionsmittel zum Werte von 1200 Pfd.
Sterl.; also seine Nachfrage deckt nur 2/;, ihrer Zufuhr, während
seine eigene Gesamtnachfrage nur gleich 4/, seiner eigenen Zufuhr
ist, der Wertgröße nach betrachtet.

Wir müssen jetzt noch beiläufig die Betrachtung des Umschlags
vorausnehmen. Gesetzt, sein Gesamtkapital sei 5000 Pfd. Sterl.,
wovon 4000 Pfd. Sterl. fix und 1000 Pfd. Sterl. zirkulierend; diese
1000 — 800 € + 200 v nach obiger Annahme. Sein zirkulierendes
Kapital muß fünfmal im Jahre umschlagen, damit sein Gesamt-
kapital einmal im Jahre umschlage; sein Warenprodukt ist dann
gleich 6000 Pfd. Sterl., also um 1000 Pfd. Sterl. größer als sein vor-
geschossenes Kapital, was wieder dasselbe Verhältnis von Mehr-
wert ergibt wie oben:

5000 C :1000 m = 100 (c +v): 20m. Dieser Umschlag ändert also
nichts am Verhältnis seiner Gesamtnachfrage zu seiner Gesamtzu-
fuhr, die erstere bleibt !/; kleiner als die letztere.

Sein fixes Kapital sei zu erneuern in 10 Jahren. Er amortisiert
[schreibt ab] also jährlich !/.0 = 400 Pfd. Sterl: Dadurch hat er [am
Ende des Jahres] nur noch Wert von 3600 Pfd. Sterl. in fixem Kapital
plus 400 Pfd. Sterl. in Geld. Soweit Reparaturen nötig und diese
nicht über das Durchschnittsmaß gehen, sind sie nichts als Kapital-
anlage, die er erst nachträglich macht. Wir können die Sache 8o
betrachten, als habe er die Reparaturkosten gleich eingerechnet bei
der Wertschätzung seines Anlagekapitals, soweit dies ins jährliche
Warenprodukt eingeht, so daß sie einbegriffen sind in dem 1/0 Amor-
tisierung. (Ist in der Tat sein Reparaturbedürfnis unter dem Durch-
schnitt, so ist das ein Schnitt für ihn, ganz wie sein Schaden, wenn
über. Dies gleicht sich aber aus für die ganze Klasse der in demselben
Industriezweig beschäftigten Kapitalisten.) J edenfalls, obgleich bei
einmaligem Umschlag seines Gesamtkapitals im Jahr seine jährliche
Nachfrage gleich 5000 Pfd. Sterl. bleibt, gleich seinem ursprüng-
lich vorgeschossenen Kapitalwert, so nimmt sie zu mit Bezug auf
den zirkulierenden Teil des Kapitals, während sie mit Bezug auf den
fixen Teil desselben beständig abnimmt.

Kommen wir nun zur Reproduktion. Gesetzt, der Kapitalist
verzehre den ganzen Mehrwert g und setze nur die ursprüngliche