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Wirkung des Verkehrs herrühren, sondern der ursprünglichen und
unvermeidlichen Unvollkommenheit des Bahnbaues geschuldet sind“.
(Lardner: a. a. O., p. 40.) „Dagegen ist es die einzige richtige
Methode, die Revenue eines jeden Jahres zu belasten mit der Ent-
wertung, die notwendigerweise eingetreten ist, damit diese Revenue
verdient werden konnte, einerlei ob die Summe wirklich ausgegeben
ist oder nicht.‘ (Captain Filzmaurice, Committee of Inquiry on
Caledonian Railway, abgedrucktin „Money Market Review‘‘, 1868221.)

Praktisch unmöglich und zwecklos wird die Trennung von Er-
satz und Erhaltung des fixen Kapitals in der Landwirtschaft, wenig-
stens soweit sie noch nicht mit Dampf arbeitet. „Bei einem voll-
ständigen, jedoch nicht übertrieben starken Bestande des Gerät-
inventars (Bedarf an Acker- und sonstigen Arbeits- und Wirtschafts-
geräten aller Art) pflegt man im großen Durchschnitt die jährliche
Abnutzung und Unterhaltung des Gerätinventars nach Verschieden-
heit der vorliegenden Verhältnisse zu 15 bis 25 % vomAnschaffungs-
kapital anzuschlagen.‘‘ (Kirchhof: „Handbuch der landwirtschaft-
lichen Betriebslehre. Dessau 1852‘ %2s, S. 137.)

Bei dem Betriebsmaterial einer Eisenbahn ist Reparatur und
Ersatz gar nicht zu trennen. ‚Wir erhalten unser Betriebsmaterial
der Zahl nach aufrecht. Welche Anzahl von Lokomotiven wir auch
haben, diese Zahl erhalten wir aufrecht. Wird eine im Lauf der Zeit
unbrauchbar, so daß es vorteilhafter ist, eine neue zu bauen, so bauen
wir sie auf Kosten der Revenue, wobei wir der Revenue natürlich
den Wert der von der alten Maschine übrigen Materialien gutschreiben
‚..Es bleibt immer ziemlich viel übrig... Die Räder, die Achsen, die
Kessel ete., kurz, ein gutes Stück der alten Lokomotive bleibt übrig.‘“
(T. Gooch, Chairman of Great Western Railway Co. [Präsident der
Großen Westbahngesellschaft], R. C. No. 17327—29.) — „Reparieren
heißt erneuern; für mich existiert das Wort „Ersatz‘“ nicht; ...hat
eine Eisenbahngesellschaft einen Wagen oder eine Lokomotive ein-
mal gekauft, so sollte sie sie so reparieren, daß sie in Ewigkeit fort-
laufen können (17784). Wir rechnen 8*/, Pence für die englische Zug-
meile an Lokomotivkosten. Aus diesen 81/2, Pence erhalten wir
die Lokomotiven für immer. Wir erneuern unsere Maschinen. Wenn
Sie eine Maschine neu kaufen wollen, so geben Sie mehr Geld aus,
als nötig ist... An der alten Maschine finden sich immer ein Daar

Zweiter Abschnitt

2f Die zitierte Stelle ist einem in der Nummer vom 25. Januar 1868
— nicht, wie in der Engelsschen Ausgabe angegeben, 1867 — der „Money
Market Revicw‘“ erschienenen Artikel: „The Caledonian Railway. The
Directors Reply‘ entnommen, in dem ein Bericht des Captain Fitzmaurice
besprochen wird. Aus dem Wortlaut der Stelle, die sich auf S. 90 findet,
war nicht zu entnehmen, ob es sich um die Ansicht von Fitzmaurice
oder um die des Artikelschreibers handelt. K. .

28 In der Engelsschen Ausgabe: Berlin 1862. Weiter unten wird das Buch
noch einmal zitiert, in den bisherigen Ausgaben abermals falsch, als in
Dresden erschienen. K.