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Zweiter Abschnitt
um Differenzen des produktiven Kapitals im Produkt- und Wert-
bildungsprozeß handelt, die selbst wieder Differenzen in seinem
Umschlag und seiner Reproduktion erzeugen. .

Er fährt fort: „Das Kapital, das in dieser Weise verwendet wird,
wirft seinem Besitzer kein Einkommen oder Gewinn ab, solange es
entweder in seinem Besitz bleibt oder in derselben Form verharrt.“ 236
— Das Kapital, das in dieser Weise verwendet wird! Aber Smith
spricht von Kapital, das in der Agrikultur, in der Industrie angelegt
ist, und er sagt uns später, daß das so angelegte Kapital in fixes
und zirkulierendes zerfällt! Die Anlage des Kapitals in dieser Art
kann also das Kapital weder zu fixem noch zu zirkulierendem
machen.

Odermeinte er, daß Kapital, angewandt, um Waren zu produzieren
und diese Waren mit einem Profit zu verkaufen, nach seiner Ver-
wandlung in Waren verkauft werden und durch den Verkauf erstens
aus dem Besitz des Verkäufers in den des Käufers übergehen, zweitens
aus seiner Naturalform als Ware in seine Geldform sick umsetzen
muß, und daher dem Besitzer unnütz ist, solange es entweder in
seinem Besitz oder — für ihn — in derselben Form bleibt? Aber
dann kommt die Sache darauf hinaus: Derselbe Kapitalwert, der
früher in der Form des produktiven Kapitals fungierte, in einer
dem Produktionsprozeß angehörigen Form, fungiert jetzt als Waren-
kapital und Geldkapital, in seinen dem Zirkulationsprozeß angehö-

rigen Formen, ist also weder fixes noch flüssiges: Kapital mehr.
Und es gilt dies ebensowohl für die Wertelemente, welche durch
Roh- und Hilfsstoffe, also durch flüssiges, wie für diejenigen, welche
durch den Verbrauch der Arbeitsmittel, also durch fixes Kapital
zugefügt werden. Wir kommen auch so dem Unterschied von
fixem und flüssigem Kapital keinen Schritt näher.

Weiter: „Die Güter des Kaufmanns werfen ihm kein Einkommen
oder Gewinn ab, bis er sie für Geld verkauft, und das Geld wirft
ihm ‚ebensowenig ab, bis es wieder für Güter ausgetauscht wird,
Sein Kapital geht ununterbrochen in der einen Form von ihm und
kehrt in einer andern zu ihm zurück, und es kann nur mit Hilfe
einer solchen Zirkulation oder aufeinander folgender Tauschakte
irgendeinen Gewinn abwerfen. Derartige Kapitalien können deshalb
im eigentlichen. Sinne des Wortes zirkulierende Kapitalien genannt
werden. .‘‘23d

26 „The capital employed in this manner yields no revenue or profit
to its employer, while it either remains in his possession or continues in the
same shape.“

»d „The goods of the merchant yield. him no revenue or profit till he
sells them for money, and the money yields him as little till it is again
exchanged for goods. His capital is continually going from him in one shape,
and returning to him in another, and it is only by means of such circulation,
or Succeßsive exchanges, that it can yield him any profit. Such capitals, there-
iore, may very properly be called eirculating capitals.*