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Zweiter Abschnitt
Wie aber ein Profit entstehen soll durch den Formwechsel von
Geld und Ware, durch. bloße Verwandlung des Wertes aus einer dieser
Formen in die andere, ist absolut nicht abzusehen.. Auch wird die
Erklärung absolut unmöglich, weil er hier beginnt mit dem Kauf-
mMannskapital, das sich nur in der Zirkulationssphäre bewegt. Wir
kommen hierauf zurück; hören wir zunächst, was er über das fixe
Kapital sagt:

„Zweitens kann es (Kapital) in der Melioration von Grund und
Boden, im Ankauf nützlicher Maschinen und Werkzeuge oder in ähn-
lichen Dingen angelegt werden, die ein Einkommen oder Gewinn ab-
werfen, ohne den Besitzer zu wechseln oder irgendwie weiter zu zirku-
lieren. Solche Kapitalien können deshalb fixe Kapitalien im eigent-
lichen Sinne des Wortes genannt werden. Verschiedene Beschäf-
tigungen erfordern sehr verschiedene Größenverhältnisse zwischen
dem fixen und dem zirkulierenden Kapital, das in ihnen verwendet
wird... Jeder Handwerksmeister oder Fabrikant muß einen ge-
wissen Teil seines Kapitals in den Arbeitsmitteln seines Gewerbes
festlegen. Dieser Teil ist jedoch in manchen sehr klein und in man-
chen sehr groß... Der bei weitem größere Teil des Kapitals all dieser
Handwerker (wie Schneider, Schuster, Weber) wird jedoch entweder
in den Löhnen ihrer Arbeiter oder im Preis ihrer Rohstoffe zirkuliert
und im Preis ihres Produkts mit einem Gewinn zurückerstattet.‘ 23

Abgesehen von der kindlichen Bestimmung über die Quelle des
Profits tritt das Schwache und Konfuse gleich darin hervor: Für einen
Maschinenfabrikanten zum Beispiel ist die Maschine Produkt, das2!
als Warenkapital zirkuliert, also in A. Smiths Worten: „weitergegeben
wird, den Besitzer wechselt, weiter zirkuliert‘“ (‚is parted with,
changes masters, circulates further‘). Die Maschine wäre also
nach seiner eigenen Bestimmung kein fixes, sondern zirkulieren-
des Kapital. Diese Konfusion entspringt wieder daraus, daß Smith
den aus der verschiedenartigen Zirkulation der verschiedenen Ele-
mente des produktiven Kapitals entspringenden Unterschied. von
fixem und flüssigem Kapital verwechselt mit Formunterschieden, die
dasselbe Kapital durchläuft, soweit es innerhalb des Produktions-

%e , Secondly, it (eapital) may be employed in the improvement of land,
in the purchase of useful machines and instruments of trade, or in such
like things as yield a revenue or profit without changing masters, or cireulat-
ing any further. Such capitals, therefore, may very properly be called
üxed capitals. Different occupations require very different proportions
between the fixed and cireulating capitals employed in them... Some
part of the capital of every master artificer or manufacturer must be fixed
in. the instruments of his trade. This part, however, is very small in some,
and very great in others. . .. The far greater part of the capital of all such
master artificers however is circulated, either in the wages of their work-
man, or in the price of their materials, and repaid [in der Engelsschen
Ausgabe steht „to be repaid‘“ K.] with a profit by the price of the work.“

2sf Bei Engels „die“ K.