166 Zweiter Abschnitt
Produktionsprozeß, den wir hier betrachten. Die erworbenen und
nützlichen Fähigkeiten (acquired and useful :abilities —p. 187), die
Smith unter der Rubrik des fixen Kapitals aufführt, bilden im Gegen-
teil Bestandteile des flüssigen Kapitals, sobald sie abilities des
Lohnarbeiters sind und dieser seine Arbeit mitsamt ihren abilities
verkauft hat.

Es ist ein großer Fehler Smiths, daß er den ganzen gesellschaft-
lichen Reichtum einteilt in 1. unmittelbaren Konsumtionsfonds,
2. fixes Kapital, 3. zirkulierendes Kapital. Hiernach wäre der Reich-
tum einzuteilen in 1. den Konsumtionsfonds, der keinen Teil des
fungierenden gesellschaftlichen Kapitals bildet, obgleich Teile des-
selben beständig als Kapital fungieren können, und 2. in Kapital.
Ein Teil des Reichtums fungiert hiernach als Kapital, der andere Teil
als Nichtkapital oder Konsumtionsfonds. Und es erscheint hier als eine
unumgängliche Notwendigkeit für alles Kapital, entweder fix zu sein
oder Aüssig, etwa wie es für ein Säugetier eine Naturnotwendigkeit ist,
entweder männlich zu sein oder weiblich. Wir haben aber gesehen,
daß der Gegensatz von fix und flüssig nur anwendbar ist auf die Ele-
mente des produktiven Kapitals, daß es also neben diesen noch
eine sehr bedeutende Menge Kapital — Warenkapital und Geldkapi-
tal — gibt, die sich in einer Form befinden, in der sie weder fix noch
flüssig sein kann. ;

Da mit Ausnahme des Teils der Produkte, der in Naturalform
von den einzelnen kapitalistischen Produzenten selbst direkt ohne
Verkauf oder Einkauf wieder als Produktionsmittel vernutzt wird,
die ganze Masse der gesellschaftlichen Produktion — auf kapitalisti-
scher Grundlage — als Warenkapital auf dem Markt zirkuliert, so ist
e8 klar, daß aus dem Warenkapital sowohl die fixen und flüssigen
Elemente des produktiven Kapitals wie auch alle Elemente des
Konsumtionsfonds herausgezogen werden; was in der Taf nichts
anderes heißt, als daß Produktionsmittel wie Konsumtionsmittel auf
Basis der kapitalistischen Produktion zunächst als Warenkapital auf-
treten, wenn sie auch die Bestimmung haben, später als Konsumtions-
oder Produktionsmittel zu dienen, wie die Arbeitskraft selbst als
Ware, wenn auch nicht als Warenkapital, auf dem Markt vorge-
funden wird.
Daher folgende neue Verwirrung bei A. Smith. Er sagt:
„Von diesen vier Teilen (des „zirkulierenden Kapitals“, das heißt
des Kapitals in seinen dem Zirkulationsprozeß angehörigen Formen
von Warenkapital und Geldkapital — zwei Teile, die sich dadurch
in vier verwandeln, daß Smith die Bestandteile des Warenkapitals
wieder stofflich unterscheidet) werden drei — Lebensmittel, Roh-
materialien und Fertigprodukte — jährlich oder in einer kürzeren
oder längeren Periode regelmäßig aus ihm herausgezogen und ent-
weder in das fixe Kapital oder in den für die unmittelbare Konsum-
tion bestimmten Vorrat übertragen. Jedes fixe Kapital stammt ur-
sprünglich aus einem zirkulierenden und es bedarf eines solchen stän-