Zehntes Kapitel

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Ländereien verbessert, um sie zu verkaufen, sind diese Dinge Form
seines Warenkapitals, also nach A. Smith Form des zirkulierenden
Kapitals. Aber gesellschaftlich betrachtet, müssen diese Dinge —
sollen sie nicht nutzlos sein — schließlich im Land selbst in einem
durch ihre eigene Lokalität fixierten Produktionsprozeß als fixes
Kapital fungieren; woraus keineswegs folgt, daß unbewegliche Dinge
als solche ohne weiteres fixes Kapital sind; sie können als Wohn-
häuser etc. dem Konsumtionsfonds angehören und also überhaupt
nicht zum gesellschaftlichen Kapital gehören, obgleich sie ein Element
des gesellschaftlichen Reichtums bilden, wovon das Kapital nur ein
Teil. Der Produzent dieser Dinge, um uns Smithisch auszudrücken,
macht einen Profit durch ihren Verkauf. Also zirkulierendes Kapital!
Ihr Nutzanwender, ihr definitiver Käufer, kann sie nur benutzen,
indem er sie im Produktionsprozeß verwendet. Also fixes Kapital!
Eigentumstitel, an einer Eisenbahn zum Beispiel, können täglich
die Hände wechseln und ihre Besitzer durch den Verkauf dieser Titel
sogar im Auslande — so daß die Eigentumstitel exportierbar, ob-
gleich nicht die Eisenbahn selbst — einen Profit machen. Aber
nichtsdestoweniger müssen diese Dinge im Lande selbst, wo sie loka-
lisiert sind, entweder brach liegen oder als fixer Bestandteil eines
produktiven Kapitals fungieren. Ebenso kann Fabrikant A Profit
machen durch Verkauf seiner Fabrik an Fabrikant B, was aber die
Fabrik nicht hindert, nach wie vor als fixes Kapital zu fungieren,
Wenn daher die lokal fixierten, vom Boden unzertrennlichen
Arbeitsmittel, obgleich sie für ihren Produzenten als Warenkapital
fungieren mögen und keine Elemente seines fixen Kapitals bilden
(dies besteht für ihn aus den Arbeitsmitteln, die er zum Bau von
Gebäuden, Eisenbahnen etc. braucht), dennoch notwendig voraus+
sichtlich als fixes Kapital im Land selbst fungieren müssen, so folgt
daraus keineswegs umgekehrt, daß das fixe Kapital notwendig aus
unbeweglichen Dingen besteht. Ein Schiff und eine Lokomotive
wirken nur durch ihre Bewegung; und doch fungieren sie, nicht für
ihren Produzenten, aber für ihren Anwender als fixes Kapital. Ander-
seits sind Dinge, die wirklichst im Produktionsprozeß fixiert sind,
in ihm leben und sterben und ihn nie, nachdem sie in ihn eingetreten,
wieder verlassen, flüssige Bestandteile des produktiven Kapitals, Zum
Beispiel die Kohle, die zum Betrieb der Maschine im Produktionsprozeß,
das Gas, das zur Beleuchtung im Fabrikgebäude verzehrt wird. usw.
Sie sind flüssig, nicht weil sie leiblich mit dem Produkt den Produk-
tionsprozeß verlassen und als Ware zirkulieren, sondern weil ihr Wert
ganz in den Wert der Ware eingeht, den sie produzieren helfen, also
auch ganz aus dem Verkauf der Ware ersetzt werden muß. ;
In der letztzitierten Stelle A. Smiths ist noch die Phrase zu
bemerken: „Ein zirkulierendes Kapital, das. ..den Lebensunterhalt
der Arbeiter Lefert, die sie (Maschinen ete.) herstellen.“
Bei den Physiokraten figuriert der in Arbeitslohn vorgeschossene
Kapitalteil richtig unter den avances annuelles im Gegensatz zu den