Fünfzehntes Kapitel

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Zweiter Abschnitt: 10. Woche. Von den zurückgeflossenen
500 Pfd. Sterl. fungieren 100 Pfd. Sterl. Die übrigen 400 Pfd.
Sterl. bleiben freigesetzt für die folgende Arbeitsperiode.

Zirkulationsperiode: 11.—14, Woche. Am Ende der 14. Woche
fließen 500 Pfd. Sterl. in Geld zurück. Ä

2,

Bis zu Ende der 14. Woche (11.—14.) fungieren die oben frei-
gesetzten 400 Pfd. Sterl.; 100 Pfd. Sterl. aus den alsdann zurück-
geflossenen 500 Pfd. Sterl. komplettieren [vervollständigen] den Be-
darf für die dritte Arbeitsperiode (11.—15. Woche), so daß wiederum
400 Pfd. Sterl. für die vierte Arbeitsperiode freigesetzt werden. Das-
selbePhänomen [Erscheinung] wiederholt sich in jeder Arbeitsperiode;
bei ihrem Beginn findet sie 400 Pfd. Sterl. vor, die für die ersten
4 Wochen reichen. Ende der 4. Woche fließen 500 Pfd. Sterl. in
Geld zurück, von denen nur 100 Pfd. Sterl. für die letzte Woche
benötigt sind, die übrigen 400 Pfd. Sterl. für die nächste Arbeits-
periode freigesetzt bleiben.

Nehmen wir ferner eine Arbeitsperiode von 7 Wochen mit Ka-
pital I von 700 Pfd, Sterl., eine Umlaufszeit von 2 Wochen mit Kapi-
tal II von 200 Pfd. Sterl.

Daun dauert die erste Umschlagsperiode von 1.—9. Woche, da-
von erste Arbeitsperiode 1.—7. Woche, mit Vorschuß von 700 Pfd.
Sterl., und erste Zirkulationsperiode 8.—9, Woche. Ende der 9. Woche
fießen die 700 Pfd. Sterl. in Geld zurück.

Die zweite Umschlagsperiode, 8.—16. Woche, umschließt die
zweite Arbeitsperiode, 8.—14. Woche. Davon ist der Bedarf für
8. und 9. Woche gedeckt durch Kapital II. Ende der 9. Woche
fießen obige 700 Pfd. Sterl. zurück; davon werden verbraucht bis
Schluß der Arbeitsperiode (10.—14. Woche) 500 Pfd. Sterl. Bleiben
200 Pfd. Sterl. freigesetzt für die nächstfolgende Arbeitsperiode. Die
zweite Umlaufsperiode dauert 15.—16. Woche; Ende der 16. Woche
fließen wieder 700 Pfd. Sterl. zurück. Von nun an wiederholt sich
in jeder Arbeitsperiode dieselbe Erscheinung. Der Kapitalbedarf der
ersten beiden Wochen ist gedeckt durch die am Schluß der vorigen
Arbeitsperiode freigesetzten 200 Pfd. Sterl.; Ende der 2. Woche
fließen 700 Pfd. Sterl. zurück; die Arbeitsperiode zählt aber nur noch
5 Wochen, so daß sie nur 500 Pfd. Sterl. verbrauchen kann; es bleiben
also stets 200 Pfd. Sterl. freigesetzt für die nächste Arbeitsperiode.

Es stellt sich also heraus, daß in unserm Fall, wo die Arbeits-
periode größer angenommen als die Umlaufsperiode, unter allen Um-
ständen am Schluß einer jeden Arbeitsperiode sich ein Geldkapital
freigesetzt findet, welches von gleicher Größe ist wie das für die Zirku-
lationsperiode vorgeschossene Kapital II. In unsern drei Beispielen
war Kapital II im ersten gleich 300 Pfad. Sterl., im zweiten gleich
100 Pfd. Sterl., im dritten gleich 200 Pfd. Sterl.; dementsprechend
war das am Schluß der Arbeitsperiode freigesetzte Kapital je 300,
100, 200 Pfd. Sterl.