Sechzehntes Kapitel

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tes, in Produktionsmitteln ausgelegtes Kapital und !/, gleich 5000 Pfd.
Sterl. variables, in Arbeitslohn ausgelegtes Kapital. Dagegen schlägt
das Gesamtkapital von 2500 Pfd. Sterl. 52° = 10 mal um.

Das während der Produktion verausgabte variable zirkulierende
Kapital kann nur von neuem im Zirkulationsprozeß dienen, soweit
das Produkt, worin sein Wert reproduziert ist, verkauft, aus Waren-
kapital in Geldkapital verwandelt ist, um von neuem in Zahlung
von Arbeitskraft ausgelegt zu werden. Aber ebenso verhält es
sich mit dem in der Produktion ausgelegten konstanten zirkulieren-
den Kapital (den Produktionsstoffen), deren Wert als Wertteil im
Produkt wieder erscheint. Was diese beiden Teile — der variable
und der konstante Teil des zirkulierenden Kapitals — gemein
haben und was sie unterscheidet vom fixen Kapital, ist nicht, daß
ihr auf das Produkt übertragener Wert durch das Warenkapital
zirkuliert wird, das heißt durch die Zirkulation des Produkts als
Ware zirkuliert. Ein Wertteil des Produkts und daher des als Ware
zirkulierenden Produkts, des Warenkapitals, besteht immer aus
dem Verschleiß des fixen Kapitals oder dem Wertteil des fixen
Kapitals, den es während der Produktion auf das Produkt über-
tragen hat. Aber der Unterschied ist: Das fixe Kapital fährt fort,
in seiner alten Gebrauchsgestalt im Produktionsprozeß zu fungieren
während eines längeren oder kürzeren Zyklus von Umschlagsperioden
des zirkulierenden. Kapitals (gleich zirkulierendem konstantem plus
zirkulierendem variablem Kapital), während jeder einzelne Umschlag
den Ersatz des gesamten aus der Produktionssphäre — in der
Gestalt von Warenkapital — in die Zirkulationssphäre eingetretenen
zirkulierenden Kapitals zur Bedingung hat. Die erste Phase der
Zirkulation W’— G' haben flüssiges konstantes und flüssiges
variables Kapital gemein. In der zweiten Phase trennen sie sich.
Das Geld, worin die Ware rückverwandelt ist, wird zu einem Teil in
Produktionsvorrat umgesetzt (zirkulierendes konstantes Kapital).
Je nach den verschiedenen Kaufterminen der Bestandteile desselben
mag ein Teil früher, der andere später aus Geld in Produktionsstoffe
umgesetzt werden, Schließlich aber geht er ganz darin auf. Ein
anderer Teil des aus dem Verkauf der Ware gelösten Geldes bleibt
liegen als Geldvorrat, um nach und nach in Zahlung der dem Produk-
btionsprozeß einverleibten Arbeitskraft verausgabt zu werden. Er
bildet das zirkulierende variable Kapital. _Nichtsdestoweniger
kommt der ganze Ersatz des einen oder andern Teils jedesmal aus
dem Umschlag des Kapitals, seiner Verwandlung in Produkt, aus
Produkt in Ware, aus Ware in Geld her. Dies ist der Grund, warum
im vorigen. Kapitel, ohne Rücksicht auf das fixe Kapital, der Um-
schlag des zirkulierenden Kapitals — konstanten und variablen —
besonders und gemeinsam behandelt worden ist.

Für die Frage, die wir jetzt zu behandeln haben, müssen wir
einen Schritt weitergehen und den variablen Teil des zirkulierenden