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Dritter Abschnitt
„Revenue“ wieder eingeführt.?b Es können aber nur solche Wertbe-
standteile des Produkts „eingenommen“ werden, die bereits in ihm
existieren. Wenn Kapital als Revenue einkommen soll, so muß
Kapital vorher verausgabt worden sein.

A. Smith sagt ferner: „Die niedrigste gewöhnliche Profitrate
muß immer etwas mehr ausmachen als das, was hinreicht zur Ent-
schädigung für die gelegentlichen Verluste, denen jede Kapitalver-
wendung ausgesetzt ist. Es ist dieser Ueberschuß allein, der den
reinen oder Nettoprofit darstellt.“ (Welcher Kapitalist versteht unter
Profit notwendige Kapitalauslagen ?) „Was man Bruttoprofit nennt;
umfaßt häufig nicht nur diesen Ueberschuß, sondern auch den für
3olche außergewöhnliche Verluste zurückbehaltenen Teil.“ (B. I, ch. 9,
pP. 72.) Dies heißt aber weiter nichts, als daß ein Teil des Mehrwerts,
betrachtet als Teil des Bruttoprofits, einen Assekuranzfonds für die
Produktion bilden muß. Diesen Assekuranzfonds schafft ein Teil der
Surplus-[Mehr-] Arbeit, dieinsofern Kapitaldirekt produziert, das heißt
den für die Reproduktion bestimmten Fonds. Was die Auslage für die
„Erhaltung“ des fixen Kapitals ete. angeht (siehe die oben zitierten
Stellen), so bildet der Ersatz des konsumierten fixen Kapitals durch
neues keine neue Kapitalauslage, sondern ist nur die Erneuerung des
alten Kapitalwerts in neuer Form. Was aber die Reparatur des
fixen Kapitals. betrifft, die A. Smith ebenfalls zu den Erhaltungs-
kosten rechnet; so gehören ihre [der Reparatur] Kosten ®° mit zum
Preise des vorgeschossenen Kapitals, Daß der Kapitalist, statt diesen
auf einmal anlegen zu müssen, ihn erst allmählich und je nach Bedürf-
nis während der Funktion des Kapitals anlegt und aus schon ein-

gesfecktem Profit anlegen kann, ändert nichts an der Quelle dieres
Profits..‘. Der Wertbestandteil, woraus er entspringt, beweist nur,
daß der Arbeiter Surplusarbeit liefert, wie für den Assekuranzfonds,
so für den Reparaturfonds.34

A. Smith erzähltunsnun, daß vonder N etto-Revenue, das heißt der
Revenue im spezifischen Sinne, das ganze fixe Kapital auszusch ließen,
aber auch der ganze Teil des zirkulierenden Kapitals, den die Er-
haltung und die Reparatur des fixen Kapitals wie seine Erneuerung
erheischt, in der Tat alles Kapital, das sich nicht in einer für den
Konsumtionsfonds bestimmten Naturalform. befindet.

38% Ueber einen andern Doppelsinn des Wortes Revenue vergleiche
Kapital, Buch I, 2. Aufl., 8. 612, V. S. 526, Note 33. K.

6 In der Engelsschen Ausgabe steht: „So gehört seine Kost“ usw. K.

34 In der 1. Auflage folgt hier folgender Absatz, der in den späteren
Auflagen fehlt: „A. Smiths Erklärung des fixen Kapitals kommt in der Tat
darauf hinaus, daß es der Teil des vorgeschossenen industriellen Kapitals ist,
der im Produktionsprozeß fixiert ist oder, wie er p. 187 sagt: „Einkommen
oder Profit liefert, ohne zu zirkulieren oder den Eigentümer zu wechseln“,
oder nach p. 185 der Teil, der „in seinem (des Verwenders) Besitz bleibt oder
in derselben Form verharrt.“ K.