Neunzehntes Kapitel

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„Die ganze Auslage für Erhaltung des fixen Kapitals muß offen-
bar von der Netto-Revenue der Gesellschaft ausgeschlossen werden.
Weder die Rohstoffe, mit denen ihre nützlichen. Maschinen und In-
dustriewerkzeuge [profitbringenden Gebände usw.] in Stand gehalten
werden müssen, noch das Produkt der zur Umwandlung dieser Roh-
stoffe in die verlangte Gestalt erforderlichen Arbeit kann je einen
Teil dieser Revenue bilden. Der Preis dieser Arbeit kann allerdings
einen Teil jener Revenue bilden, da die so beschäftigten Arbeiter den
ganzen Wert ihres Lohnes in ihrem unmittelbaren Konsumtionsvorrat
anlegen können.‘ Aber bei andern ArtenArbeit geht sowohl der Preis‘
(das heißt der für diese Arbeit bezahlte Lohn) „wie das Produkt“
{worin sich diese Arbeit verkörpert) „in diesen Konsumtionsvorrat
ain, der Preis in den der Arbeiter, das Produkt in den anderer Leute,
deren Unterhalt, Komfort und Vergnügen durch die Arbeit dieser
Arbeiter erhöht wird.‘ (B. II, ch. 2, p. 190, 191.) .

A. Smith stößt hier auf eine sehr wichtige Unterscheidung. zwi-
schen den Arbeitern, die in der Produktion von Produktionsmit-
teln, und denen, die in der unmittelbaren Produktion von Kon-
sumtionsmitteln wirken. Der Wert des Warenprodukts der erste-
ren enthält einen Bestandteil gleich der Summe der Arbeitslöhne, das
heißt dem Wert des im Ankauf von Arbeitskraft angelegten Kapital-
teils; dieser Wertteil existiert körperlich als eine gewisse Quote der
yon diesen Arbeitern produzierten Produktionsmittel. Das für ihren
Arbeitslohn erhaltene Geld bildet für sie Revenue, aber weder für
sie selbst noch für andere hat ihre Arbeit Produkte hergestellt, die
konsumabel sind. Diese Produkte bilden also selbst kein Element des
Teils des jährlichen Produkts, der bestimmt ist, den gesellschaft-
lichen Konsumtionsfonds zu liefern, worin allein „„Netto-Revenue‘“
realisierbar ist. A. Smith vergißt hier zuzusetzen, daß, was für die
Arbeitslöhne [gilt], ebenso gültig ist für den Wertbestandteil der Pro-
duktionsmittel, der als Mehrwert unter den Kategorien von Profit und
Rente die Revenue (in erster Hand) des industriellen Kapitalisten
bildet. Auch diese Wertbestandteile existieren in Produktionsmitteln,
Nicht-Konsumablem ; erst nach ihrer Versilberung können sie ein ihrem
Preis gemäßes Quantum der von der zweiten Sorte Arbeiter produ-
zierten Konsumtionsmittel heben und in den individuellen. Konsum-
tionsfonds ihrer Besitzer übertragen. Um so mehr aber hätte
A. Smith sehen müssen, daß der Wertteil der jährlich erzeugten Pro-
duktionsmittel, welcher gleich ist dem Wert der innerhalb dieser Pro-
duktionssphäre fungierenden Produktionsmittel — der Produktions-
mittel, womit Produktionsmittel gemacht werden —, also ein Wert-
teil gleich dem Wert des hier angewandten konstanten Kapitals,
absolut ausgeschlossen ist, nicht nur durch die Naturalform, worin
er existiert, sondern durch seine Kapitalfunktion, von jedem Revenue
bildenden Wertbestandteil.

Mit Bezug auf die zweite Sorte Arbeiter — die unmittelbar
Konsumtionsmittel produzieren — sind A. Smiths Bestimmungen