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Dritter Abschnitt
nicht ganz exakt, Er sagt nämlich, daß in diesen Arten Arbeit beide,
der Preis der Arbeit und das Produkt, eingehen in (go to) den un-
mittelbaren Konsumtionsfonds; „der Preis (das heißt das als
Arbeitslohn erhaltene Geld) in den Konsumtionsstock [Konsum-
tionsvorrat] der Arbeiter und das Produkt in den anderer
Leute (that of other people), deren Unterhalt, Komfort und
Vergnügen erhöht werden durch die Arbeit dieser Arbeiter.“ Aber
der Arbeiter kann nicht leben von dem „Preis“ seiner Arbeit, dem
Geld, worin sein Arbeitslohn ausgezahlt wird; er realisiert dies
Geld, indem er damit Kunsumtionsmittel kauft; diese können
zum Teil aus Warensorten bestehen, die er selbst produziert hat,
Anderseits kann sein eigenes Produkt ein solches sein, welches nur in
die Konsumtion der Arbeitsausbeuter eingeht,
Nachdem A. Smith das fixe Kapital so gänzlich ausgeschlossen
von der „Netto-Revenue‘“ eines Landes, fährt er fort:
„Obgleich so die ganze Auslage für Erhaltung des fixen Kapitals
notwendig von der Netto-Revenue der Gesellschaft ausgeschlossen
ist, So ist doch nicht dasselbe der Fall mit der Auslage für Erhaltung
des zirkulierenden Kapitals. Von den vier Teilen, woraus dies letztere
Kapital besteht: Geld , Lebensmittel, Rohstoffe und fertige Produkte,
werden die drei letzteren, wie schon gesagt, regelmäßig aus ihm her-
ausgenommen und entweder in das fixe Kapital der Gesellschaft ver-
setzt Oder aber in den für unmittelbare Konsumtion bestimmten
Vorrat. Derjenige Teil der konsumierbaren Artikel, der nicht zur
Erhaltung des ersteren‘‘ (des fixen Kapitals) ‚verwandt wird, geht allzu-
mal in den letzteren [ein]‘“ (den für unmittelbare Konsumtion bestimm-
ten Vorrat) „und bildet einen Teil des Netto-Einkommens der Ge-
sellschaft. Die Erhaltung dieser drei Teile des zirkulierenden Kapitals
verringert daher die Netto-Revenue der Gesellschaft um keinen
andern Teil des Jahresprodukts außer demjenigen, der nötig ist zur
Erhaltung des fixen Kapitals.“ (B. II, ch. 2, p. 192.)

Dies ist nur die Tautologie%e, daß der Teil des zirkulierenden
Kapitals, der nicht für die Produktion von Produktionsmitteln dient,
eingeht in die von Konsumtionsmitteln, also in den Teil des jährlichen
Produkts, der bestimmt ist, den Konsumtionsfonds der Gesellschaft
zu bilden. Aber wichtig ist, was gleich darauf folgt:

„Das zirkulierende Kapital einer Gesellschaft ist in dieser Be-
ziehung verschieden von dem eines einzelnen. Das eines einzelnen
ist gänzlich ausgeschlossen von seiner N etto-Revenue und kann nie
einen Teil derselben bilden; sie kann ausschließlich nur aus seinem
se Tautologie ist die Wiederholung einer Voraussetzung mit andern
Worten, so daß der Schein eines neuen Gedankens entsteht. Die Tautologie
hier ist folgende: Alles produktive Kapital dient der Produktion entweder
von Produktionsmitteln oder von Konsumtionsmitteln. Es bedeutet daher
den gleichen Gedanken, ob ich von einem produktiven Kapital sage, es diene
nicht der Produktion von Produktionsmitteln, oder ob ich sage, es diene
der Produktion von Konsumtionsmitteln. K.