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Dritter Abschnitt
Kapitalisten und Grundbesitzern. Insofern sind ihre Revenuen materia-
Eiter [in ihrer stofflichen Gestalt] abgeleitet von Arbeitslohn (der pro-
duktiven Arbeiter), Profit und Bodenrente und erscheinen daher jenen
Originalrevenuen gegenüber als abgeleitete. .Anderseits jedoch be-
ziehen die Empfänger dieser in diesem Sinn abgeleiteten Reve-
nuen dieselben vermittels ihrer gesellschaftlichen Funktion als
König, Pfaff, Professor, Hure, Kriegsknecht ete., und sie können
also diese ihre Funktionen als die Originalquellen ihrer Revenue
betrachten.

2. — und hier kulminiert [erreicht seinen 'Höhepunkt] der
närrische Schnitzer A. Smiths: Nachdem er damit begonnen hat,
die Wertbestandteile der Ware und die Summe des Wertprodukts,
das in ihnen verkörpert ist, richtig zu bestimmen und dann nach-
zuweisen, wie diese Bestandteile ebenso viele verschiedene Revenue-
quellen bilden®; nachdem er so aus dem Wert die Revenuen ab-
geleitet hat, verfährt er dann — und das bleibt ihm die vorherr-
schende Vorstellung — umgekehrt und läßt die Revenuen, aus
„Bestandteilen‘‘ (component parts), zu „Urquellen alles Tausch-
werts‘“ werden, womit der Vulgärökonomie Tür und Tor weit ge-
öffnet war. (Siehe unsern Roscher.)
3. Der konstante Kapitalteil.

Sehen wir nun, wie A. Smith den konstanten Wertteil des Kapi-
tals aus dem Warenwert wegzuhexen. sucht, ;

„In dem Preis des Korns zum Beispiel zahlt ein Teil die Rente
des Grundbesitzers.‘ Der Ursprung dieses Wertbestandteils hat eben-
sowenig mit dem Umstand zu schaffen, daß er dem Grundbesitzer
gezahlt wird und für ihn Revenue unter der Form der Rente bildet,
wie der Ursprung der andern Wertbestandteile damit zu schaffen
hat, daß sie als Profit und Arbeitslohn Revenuequellen bilden.

„Bin anderer Teil zahlt den Lohn und Unterhalt der Arbeiter“
(und des Arbeitsviehs! setzt er hinzu), „die in seiner Produktion
beschäftigt waren, und der dritte Teil zahlt den Profit des Pächters.
Diese drei Teile scheinen (seem, in der Tat scheinen sie). ent-
weder unmittelbar oder in letzter Instanz den ganzen Preis des
Korns auszumachen.‘‘49 Dieser ganze Preis, das heißt seine Größen-

39 Ich gebe diesen Satz wörtlich, wie er im Manuskript steht, obwohl er
in seinem jetzigen Zusammenhang sowohl dem Vorhergehenden wie dem
unmittelbar Folgenden zu widersprechen scheint. Dieser scheinbare Wider-
spruch löst sich weiter unten in Nr. 4: Kapital und Revenue bei A. Smith.

F.E.

‘0 Wir sehen hier ganz davon ab, daß Adam besonders unglücklich in
seinem Beispiel war. Der Wert des Korns wird nur dadurch in Arbeitslohn,
Profit und Rente aufgelöst, daß die vom Arbeitsvieh verzehrten Nahrungs-
mittel als Lohn des Arbeitsviehs und das Arbeitesvieh als Lohnarbeiter dar-
gestellt wird, daher seinerseits der Lohnarbeiter auch als Arbeitsvieh. (Zu-
satz aus Manuskript II.)