Neunzehntes Kapitel

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Kapital, wieweit er494 anderseits „freien‘‘, keinen vorgeschossenen
Kapitalwert ersetzenden Wert bildet oder Mehrwert. Die von diesem
Standpunkt aus miteinander verglichenen Stücke des Warenwerts
verwandeln sich so unter der Hand in seine selbständigen „Bestand-
teile‘ und schließlich in „Quellen des Wertes‘. Eine fernere Konse-
quenz ist die Komposition des Warenwerts aus oder abwechselnd
seine „Auflösung in‘ Revenuen verschiedener Sorten, so daß die
Revenuen nicht aus Warenwert, sondern der Warenwert aus ‚,Re-
venuen“ besteht. So wenig es aber an der Natur eines Warenwerts qua
[als] Warenwert oder des Geldes qua Geld ändert, daß sie als Kapital-
wert fungieren, so wenig an einem Warenwert, daß er später als Re-
venue für diesen oder jenen fungiert. Die Ware, mit der A. Smith
es zu tun hat, ist von vornherein Warenkapital (das, außer dem in
der Produktion der Ware verzehrten Kapitalwert, den Mehrwert ein-
schließt), also die kapitalistisch produzierte Ware, das Resultat des
kapitalistischen Produktionsprozesses. Dieser hätte also vorher ana-
lysiert werden müssen, also auch der in ihm eingeschlossene Ver-
wertungs- und Wertbildungsprozeß. Da dessen Voraussetzung selbst
wieder die Warenzirkulation ist, so erheischt seine Darstellung also
auch eine davon unabhängige und vorhergehende Analyse der Ware.
Selbst soweit A. Smith „esoterisch‘‘ vorübergehend das Richtige trifft,
nimmt er stets auf die Wertproduktion nur Rücksicht bei Gelegenheit
der Warenanalyse, das heißt der Analyse des Warenkapitals.

HI. Die Späteren.*

Ricardo reproduziert ziemlich wörtlich A. Smiths Theorie: „Man
muß darüber einverstanden sein, daß alle Produkte eines Landes
konsumiert werden, aber es macht den denkbar größten Unterschied,
ob sie konsumiert werden durch solche, die einen andern Wert repro-
duzieren, oder durch solche, die dies nicht tun. Wenn wir sagen,
Revenue wird aufgespart. und zum Kapital geschlagen, so meinen
wir damit, daß der zum Kapital geschlagene Teil der Revenue durch
produktive Arbeiter konsumiert wird statt durch unproduktive.“‘
(„Principles‘*, ch. VIII, p. 163, Note.)

In der Tat hat Ricardo A. Smiths Theorie über die Auflösung
des Warenpreises in Arbeitslohn und Mehrwert (oder variables Kapi-
tal und Mehrwert) völlig akzeptiert. Worüber er mit ihm streitet
ist 1. über die Bestandteile des Mehrwerts: er eliminiert [scheidet
aus] die Grundrente als notwendiges Element desselben; 2. Ricardo
zerfällt den Warenpreis in diese Bestandteile. Die Wertgröße ist
also das Prius [das ursprünglich Vorhandene]. Die Summe der Be-
standteile ist als gegebene Größe vorausgesetzt, von ihr wird aus-
gegangen, nicht wie A. Smith oft umgekehrt und im Gegensatz zu

40d In der Engelsschen Ausgabe steht „es“. K.
41 Von hier an bis Ende des Kapitels Zusatz aus Manuskript II. F.E.