Zwanzigstes Kapitel

333
Wie aber die Existenz dieses konstanten Kapitalteils mit der
von ihm angenommenen Smithschen Preisanalyse stimmt, wonach
der Warenwert nur Arbeitslohn und Mehrwert, aber keinen kon-
stanten Kapitalteil enthält, hat Storch vergessen zu sagen. Es wird
ihm nur vermittels Say klar, daß diese Preisanalyse zu absurden
Resultaten führt, und sein eigenes letztes Wort hierüber lautet: „daß
es unmöglich ist, den notwendigen Preis in seine einfachsten Ele-
mente aufzulösen‘‘. („Cours d’Economie Politique, Petersbourg 1815“,
IT, p. 141.

Siemondi, der sich besonders mit dem Verhältnis von Kapital
und Revenue zu schaffen und in der Tat die besondere Fassung
dieses Verhältnisses zur differentia specifica seiner ‚„„Nouveaux Prin-
cipes‘“ macht, hat nicht ein wissenschaftliches Wort gesagt, nicht ein
Atom zur Klärung des Problems beigetragen.

Barton, Ramsay und Cherbuliez machen Versuche, über die
Smithsche Fassung hinauszugehen. Sie scheitern, weil sie von vorn-
herein das Problem einseitig stellen, indem sie den Unterschied von
konstantem und variablem Kapitalwert nicht klar abschälen von dem
Unterschied zwischen fixem und zirkulierendem Kapital.

Auch John Stuart Mill reproduziert mit gewohnter Wichtig-
tuerei die von A. Smith auf seine Nachfolger vererbte Doktrin.

_ Regultat: Die Smithsche Gedankenwirre existiert fort. bis zur
Stunde, und sein Dogma bildet einen orthodoxen Glaubensartikel
der politischen Oekonomie.,

Zwanzigstes Kapitel.
Einfache Reproduktion.
I Stellung der Frage.

Betrachten? wir die jährliche Funktion des gesellschaftlichen
Kapitals — also des Gesamtkapitals, wovon die individuellen Kapi-
tale nur Bruchstücke bilden, deren Bewegung sowohl ihre individu-
elle Bewegung ist wie gleichzeitig integrierendes Glied der Bewegung
des Gesamtkapitals — in ihrem Resultat, das heißt betrachten wir das
Warenprodukt, welches die Gesellschaft während des Jahres liefert, so
muß sich zeigen, wie der Reproduktionsprozeß des gesellschaftlichen
Kapitals vonstatten geht, welche Charaktere diesen Reproduktions-
prozeß vom Reproduktionsprozeß eines individuellen Kapitals unter-
scheiden und welche Charaktere beiden gemeinsam sind. Das Jahres-
produkt umschließt sowohl die Teile des gesellschaftlichen Produkts,
welche Kapital ersetzen, die gesellschaftliche Reproduktion, wie die
Teile, welche dem Konsumtionsfonds anheimfallen, durch Arbeiter und
Kapitalisten verzehrt werden, also sowohl die produktive wie die in-
dividuelle Konsumtion. Sie umschließt ebensowohl die Reproduktion
42 Aus Manuskript II. F.E.