Zwanzigstea Kapitel

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Ebenso wären, wenn die Zirkulation zwischen Im und ITe in vier Um-
schlägen erfolgt, nur 250 Pfd. Sterl. dazu nötig, also im ganzen eine
Geldsumme respektive ein Geldkapital von 500 Pfd. Sterl. für Zir-
kulation von Waren zum Betrag von 5000 Pfd. Sterl. Der Mehrwert
würde dann statt zweimal sukzessive zur Hälfte jetzt viermal suk-
zessive zu *!/, versilbert.

Wenn statt II in Umsetzung Nr. 4 I als Käufer auftritt, also
500 Pfd. Sterl. Geld in Konsumtionsmitteln vom selben Wert-
umfang verausgabt, so kauft dann II in Umsetzung Nr. 5 Produk-
tionsmittel mit denselben 500 Pfd. Sterl.; [in Umsetzung] 6:
I kauft Konsumtionsmittel mit selben 500 Pfad. Sterl.; [in Um-
setzung] 7: II kauft mit selben 500 Pfd. Sterl. Produktions-
mittel; die 500 Pfd. Sterl. kehren also schließlich zu I wie vor-
hin zu IX zurück. Der Mehrwert wird hier versilbert durch von
seinen kapitalistischen Produzenten selbst in ihrer Privatkonsumtion
verausgabtes Geld, das antizipierte Revenue vorstellt, antizipierte
Einnahme aus dem in der noch zu verkaufenden Ware steckenden
Mehrwert. Die Versilberung des Mehrwerts findet nicht statt durch
den Rückfluß der 500 Pfd. Sterl.; denn neben den 1000 Pfd, Sterl.
in Ware Iv hat I am Schluß von Umsetzung Nr. 4 500 Pfd. Sterl.
in Geld in die Zirkulation geworfen, und dies war zuschüssig, nicht
— goviel wir wissen — Erlös verkaufter Ware. Fließt dies Geld
an I zurück, so hat I damit nur sein zuschüssiges Geld zurückerhalten,
nicht seinen Mehrwert versilbert. Die Versilberung des Mehrwerts
von I findet nur statt durch den Verkauf der Waren Im, worin er
steckt, und dauert jedesmal nur so lange, als das durch Verkauf der
Ware eingelöste Geld nicht von neuem in Konsumtionsmitteln ver-
ausgabt ist.

X kauft mit zuschüssigem Geld (500 Pfd. Sterl.) von II Kon-
sumtionsmittel; dies Geld ist verausgabt von I, es hat dafür Aequiva-
Jent in Ware II; das Geld fließt zum ersten Male zurück dadurch,
daß II von I für 500 Pfd. Sterl. Ware kauft; es fließt also zurück
als Aequivalent der von I verkauften Ware, aber diese Ware kostet
I nichts, bildet also Mehrwert für I, und so versilbert das von
ihm selbst in Zirkulation geworfene Geld seinen eigenen
Mehrwert; ebenso bei seinem zweiten Kauf (Nr. 6) hat I sein Aequi-
valent in Ware II erhalten. Gesetzt, II kaufe nun nicht (Nr. 7)
Produktionsmittel von I, so hätte I in der Tat für 1000 Pfd. Sterl.
Konsumtionsmittel gezahlt — seinen ganzen Mehrwert als Revenue
verzehrt —, nämlich 500 in seinen Waren I (Produktionsmitteln) und
500 in Geld; es hätte dagegen noch für 500 Pfd. Sterl. in seinen
Waren I (Produktionsmitteln) auf Lager und wäre dagegen 500 Pfd.
Sterl. in Geld losgeworden.

Dahingegen hätte II drei Viertel seines konstanten Kapitals aus
der Form von Warenkapital in produktives Kapital rückverwandelt,
ein Viertel dagegen in der Form von Geldkapital (500 Pfad. Sterl.),
in der Tat von brachliegendem Geld oder seine Funktion unter-