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Dritter Abschnitt
sphäre zu leisten hat. Der in jedem besonderen Produktionszweig an-
gelegte Teil des gesellschaftlichen Kapitals besteht wieder aus der
Summe der in ihm angelegten selbständig fungierenden Einzel-
kapitale. Dies gilt selbstredend für beide Abteilungen, für I
wie für IL .

Was nun sub I den in Form seines Warenprodukts wieder-
erscheinenden konstanten Kapitalwert angeht, so geht er zum Teil in
die, besondere Produktionssphäre (oder selbst in den individuellen
Geschäftsbetrieb), woraus er als Produkt herauskommt, auch wieder
als Produktionsmittelein, zum Beispiel Korn in die Kornproduktion 25h,
Kohle in die Kohlenproduktion, Eisen in Form von Maschinen in die
Eisenproduktion usw.

Soweit jedoch die Teilprodukte, woraus der konstante Kapital-

wert von I besteht, nicht wieder direkt in ihre besondere oder indivi-
duelle Produktionssphäre eingehen, wechseln sie nur den Platz. Sie
gehen in Naturalform ein in eine andere Produktionssphäre der Ab-
teilung I, während. das Produkt anderer Produktionssphären der Ab-
teilung I sie in natura ersetzt. Es ist bloßer Stellenwechsel dieser
Produkte. Sie gehen alle wieder ein als Faktoren, die konstantes
Kapital in I ersetzen, nur statt in einer Gruppe von I in einer andern.
Soweit hier Austausch zwischen den einzelnen Kapitalisten von I
stattfindet, ist es Austausch einer Naturalform von konstantem Ka-
pital gegen eine andere Naturalform von konstantem Kapital, einer
Sorte Produktionsmittel gegen andere Sorten Produktionsmittel. Es
ist Austausch der verschiedenen individuellen konstanten Kapital-
teile von I untereinander. Die Produkte werden, soweit sie nicht
direkt als Produktionsmittel in ihren eigenen Produktionszweigen
dienen, aus ihrer Produktionsstätte in eine andere entfernt und er-
setzen sich so wechselseitig. . In andern Worten (ähnlich wie sub II
für den Mehrwert geschehen): Jeder Kapitalist sub I zieht im Ver-
hältnis, worin er Miteigentümer an diesem konstanten Kapital von
4000, die ihm nötigen entsprechenden Produktionsmittel aus dieser
Warenmasse heraus. Wäre die Produktion gesellschaftlich, statt ka-
bitalistisch, so ist klar, daß diese Produkte der Abteilung I unter die
Produktionszweige dieser Abteilung, zum Behuf der Reproduktion,
nicht minder beständig wieder als Produktionsmittel verteilt würden,
ein Teil direkt in der Produktionssphäre bliebe, wo er als Produkt
herauskam, ein anderer Teil dagegen nach andern Produktionsstätten
entfernt würde, und so ein beständiges Hin und Her zwischen den
verschiedenen Produktionsstätten dieser Abteilung stattfände.

Anka
4b Die Kornproduktion rechnet Marx sonst nicht zu I, der Produktion
von Produktionsmitteln, sondern zu II, der Produktion von Konsumtions-
mitteln. (Vgl. unten S. 448.) Doch kann man Korn wohl als .Produk-
tionsmittel betrachten, zum Beispiel für den Müller oder für den Viehhalter,
etwa in der Form von Hafer oder Gerste. K.