Zwanzigstes Kapitel

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VII. Variables Kapital und Mehrwert in beiden Abteilungen. .
Der Gesamtwert der jährlich produzierten Konsumtionsmittel
ist also gleich dem während des Jahres reproduzierten variablen
Kapitalwert II plus dem neuproduzierten Mehrwert II (das heißt
gleich dem sub II während des Jahres produzierten Wert) plus dem
während des Jahres reproduzierten variablen Kapitalwert I und dem
neuproduzierten Mehrwert I (also plus dem sub I während des Jahrse
produzierten Wert).

Unter Voraussetzung einfacher Reproduktion ist also der Gesamt-
wert der jährlich produzierten Konsumtionsmittel gleich dem jähr-
lichen. Wertprodukt, das heißt gleich dem ganzen durch die gesell-
schaftliche Arbeit während des Jahres produzierten Wert, und muß
es sein, da bei einfacher Reproduktion dieser ganze Wert verzehrt
wird.

Der totale gesellschaftliche Arbeitstag zerfällt in zwei Teile: 1.
notwendige Arbeit; sie schafft im Lauf des Jahres einen Wert von
1500v; 2. Mehrarbeit; sie schafft einen. zuschüssigen Wert oder Mehr-
wert von 1500m, Die Summe dieser Werte von #8 3000 ist gleich dem
Wert der jährlich produzierten Konsumtionsmittel von 3000. Der
Totalwert der während des Jahres produzierten Konsumtionsmittel
ist also gleich dem Totalwert, den der totale gesellschaftliche Arbeits-
tag während des Jahres produziert, gleich dem Wert des gesellschaft-
lichen variablen Kapitals plus dem gesellschaftlichen Mehrwert, gleich
dem totalen jährlichen Neuprodukt.

Aber wir wissen, daß, obgleich diese beiden Wertgrößen sich
decken, deswegen keineswegs der Totalwert der Waren II, der Kon-
sumtionsmittel, in dieser Abteilung der gesellschaftlichen Produktion
produziert worden ist. Sie decken sich, weil der sub II wieder-
erscheinende konstante Kapitalwert gleich ist dem sub I neuprodu-
zierten Wert (variablem Kapitalwert plus Mehrwert); daher I (v + m
den Teil des Produkts von II kaufen kann, der für seine Produzenten
(in Abteilung II) konstanten Kapitalwert darstellt. Es zeigt sich
daher, warum, obgleich für die Kapitalisten II der Wert ihres Pro-
dukts zerfällt in ce + v +m, gesellschaftlich betrachtet der Wert
dieses Produkts zerfällbar ist in v + m. Dies ist nämlich nur der
Fall, weil IIc hier gleich I + m und diese beiden Bestandteile des
gesellschaftlichen Produkts durch ihren Austausch ihre Naturalfor-
men miteinander austauschen, daher nach diesem Umsatz IIc wieder
in Produktionsmitteln. I vw + m dagegen in Konsumtionsmitteln exi-
stiert.

Und es ist dieser Umstand, der A. Smith veranlaßt hat, zu be-
haupten, der Wert des jährlichen Produkts löse sich in v + m auf.
Es gilt dies 1. nur für den aus Konsumtionsmitteln bestehenden Teil
des jährlichen Produkts, und 2. gilt es nicht in dem Sinn, daß dieser
Totalwert in II produziert wird und sein Produktenwert daher gleich
486 In der Engelsschen Ausgabe steht statt „von“ ein =. K.,