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Dritter Abschnitt
verzehrten Produktionsmittel auf sie überträgt, nichts als neues kon-
stantes Kapital, bestimmt, das in der Form der alten Produktions-
mittel aufgezehrte zu ersetzen, sowohl das sub I wie sub II konsu-
mierte konstante Kapital. Er produziert nur Produkt, bestimmt, der
produktiven Konsumtion anheimzufallen. Der ganze Wert dieses
Produkts ist also nur Wert, der als konstantes Kapital von neuem
fungieren, der nur konstantes Kapital in seiner Naturalform zurück-
kaufen kann, der sich daher, gesellschaftlich betrachtet, weder in
variables Kapital noch in Mehrwert auflöst. — Anderseits produziert
der Teil des gesellschaftlichen Arbeitstages, der Konsumtionsmittel
produziert, keinen Teil des gesellschaftlichen Ersatzkapitals. Er
produziert nur Produkte, die in ihrer Naturalform bestimmt sind,
den Wert des variablen Kapitals und den Mehrwert sub I und II zu
realisieren.

Wenn man von gesellschaftlicher Betrachtungsweise spricht,
also das gesellschaftliche Gesamtprodukt betrachtet, welches sowohl
die Reproduktion des gesellschaftlichen Kapitals wie die individuelle
Konsumtion einschließt, so muß man nicht in die von Proudhon der
bürgerlichen Oekonomie nachgemachte Manier verfallen und die
Sache so betrachten, als wenn eine Gesellschaft kapitalistischer
Produtionsweise en bloc, als Totalität [als Gesamtheit] betrachtet,
diesen ihren spezifischen historisch ökonomischen Charakter verlöre.
Umgekehrt. Man hat es dann mit dem Gesamtkapitalisten zu tun.
Das Gesamtkapital erscheint als das Aktienkapital aller einzelnen
Kapitalisten zusammen. Diese Aktiengesellschaft hat das mit vielen
andern. Aktiengesellschaften gemein, daß jeder weiß, was er hinein-
setzt, aber nicht, was er herauszieht.

IX. Rückblick auf A. Smith, Storch und Ramsay.

Der Gesamtwert des gesellschaftlichen Produkts beträgt 9000
= 60000 + 1500v + 1500m, mit andern Worten: 6000 reproduzieren
den Wert der Produktionsmittel und 3000 den Wert der Konsum-
tionsmittel. Der Wert der gesellschaftlichen Revenue (vy + m) be-
trägt also nur !/3 des Gesamtproduktenwerts, und nur zum Wert-
betrag dieses Drittels kann die Gesamtheit der Konsumenten, Ar-
beiter wie Kapitalisten, Waren, Produkte, dem gesellschaftlichen
Gesamtprodukt entziehen und ihrem Konsumtionsfonds einverleiben.
Dagegen sind 6000 gleich ”/s des Produktenwerts Wert des konstanten
Kapitals, das in natura ersetzt werden muß. Produktionsmittel zu
diesem Betrag müssen also dem Produktionsfonds wieder einverleibt
werden. Dies ist es, was Storch als notwendig einsieht, ohne es be-
weisen zu können: „Es ist klar, daß der Wert des jährlichen Produkts
sich in Kapitalien und in Profite teilt, und daß jeder dieser Teile des
Wertes des jährlichen Produkts regelmäßig die Produkte kauft, deren
die Nation bedarf, um ihr Kapital zu erhalten wie um ihren Konsum-
tionsfonds zu erneuern [p. 134, 135]... Die Produkte, die das