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Zwanzigstes Kapitel

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erhalten; seine Arbeitskraft ist also selbst sein Kapital in Warenform,
woraus ihm beständig seine Revenue quillt. In der Tat ist die Arbeits-
kraft sein Vermögen (stets sich erneuerndes, reproduktives), nicht
sein Kapital. Sie ist die einzige Ware, die er beständig verkaufen
kann und muß, um zu leben, und die als Kapital (variables) nur erst
in der Hand des Käufers, des Kapitalisten, wirkt. Daß ein Mann
beständig gezwungen ist, stets wieder von neuem seine Arbeitskraft,
das heißt sich selbst, an eine dritte Person zu verkaufen, beweist
nach jenen Oekonomen, daß er ein Kapitalist ist, weil er beständig
„Ware‘‘ (sich selbst) zu verkaufen hat. In diesem Sinn wird auch
der Sklave Kapitalist, obgleich er von einer dritten Person ein für
allemal als Ware verkauft wird; denn die Natur dieser Ware — des
Arbeitssklaven — bringt es mit sich, daß ihr Käufer sie nicht nur
jeden Tag von neuem arbeiten läßt, sondern ihr auch die Lebens-
mittel gibt, vermöge deren sie stets von neuem wieder arbeiten kann.
(Vergleiche hierüber Sismondi und Say in den Briefen an Malthus.)

2. In dem Umsatz von 1000 Iv + 1000 Im gegen 2000 IIe wird
also das, was konstantes Kapital für die einen (2000 IIe), variables
Kapital und Mehrwert, also überhaupt Revenue, für die andern, und
das, was variables Kapital und Mehrwert (2000 Ivy +), also überhaupt
Revenue für die einen, wird konstantes Kapital für die andern.

Betrachten wir zunächst den Umsatz von Iv gegen IIc, und zwar
zuerst vom Standpunkt des Arbeiters.

Der Gesamtarbeiter von I hat seine Arbeitskraft verkauft an
den Gesamtkapitalisten von I für 1000; er erhält ‚diesen Wert in
Geld ausgezahlt in der Form des Arbeitslohnes. Mit diesem Geld
kauft er von II Konsumtionsmittel zum selben Wertbetrag. Der
Kapitalist IL steht ihm nur als Warenverkäufer und als nichts anderes
gegenüber, auch wenn der Arbeiter von seinem eigenen Kapitalisten
kauft, wie zum Beispiel oben (S. 345) im Umsatz der 500 IL-.
Die Zirkulationsform, die seine Ware, die Arbeitskraft, durchmacht,
ist die der einfachen, auf bloße Befriedigung von Bedürfnissen, auf
Konsumtion gerichtete Warenzirkulation W (Arbeitskraft) — G —W
(Konsumtionsmittel, Ware II). Resultat dieses Zirkulationsvorganges
ist: daß der Arbeiter sich als Arbeitskraft für den Kapitalisten I
erhalten hat, und um sich weiter als solche zu erhalten, muß er stets
von neuem den Prozeß A (W) — G — W wiederholen. Sein Arbeits-
lohn realisiert sich in Konsumtionsmitteln, er wird als Revenue ver-
ausgabt und, die Arbeiterklasse im ganzen genommen, wieder be-
ständig als Revenue verausgabt.

Betrachten wir nun denselben Umsatz Iv gegen IIc vom Stand-
punkt des Kapitalisten. Das ganze Warenprodukt von II besteht
aus Konsumtionsmitteln, also aus Dingen, bestimmt, in die jährliche
Konsumtion einzugehen, also zur Realisierung von Revenue zu dienen
für irgend jemand, im hier betrachteten Fall für den Gesamtarbeiter I.
Für den Gesamtkapitalisten II aber ist ein Teil seines Warenprodukts,
gleich 2000, jetzt die in Ware verwandelte Form des konstanten