Zwanzigstes Kapitel

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offenbar nicht für 2000 Waren und überdem noch eine überschüssige
Geldsumme ein für allemal (ohne daß selbe durch die Operation des
Umsatzes zu ihm zurückkehrt) an II geben. Es würde sonst die
Warenmasse IIe über ihrem Wert kaufen. Wenn II in der Tat
I (1000 + 1000m) im Umsatz für seine 2000e eintauscht, so hat es
weiter nichts von I zu fordern, und das während dieses Umsatzes
zirkulierende Geld kehrt zurück zu I oder zu II, abhängig davon, wer
von beiden es in Zirkulation geworfen, das heißt, wer von beiden zu-
erst als Käufer aufgetreten ist. Zugleich hätte in diesem Fall IT sein
Warenkapital dem ganzen Wertumfang nach in die Naturalform von
Produktionsmitteln rückverwandelt, während die Voraussetzung ist,
daß es einen aliquoten Teil desselben nach ihrem Verkauf nicht
während der laufenden jährlichen Reproduktionsperiode aus Geld
wieder rückverwandelt in die Naturalform fixer Bestandteile seines
konstanten Kapitals. Es könnte also an II nur dann eine Bilanz in
Geld zufließen, wenn II zwar für 2000 an I verkaufte, aber für weniger
als 2000 von I kaufte, zum Beispiel nur 1800; dann hätte I den Saldo
gutzumachen durch 200 in Geld, das nicht zu ihm zurückflösse, weil
es dies der Zirkulation vorgeschossene Geld ihr nicht wieder entzogen
hätte durch Hineinwurf von Waren gleich 200 in die Zirkulation. In
diesem Fall hätten wir einen Geldfonds für II auf Rechnung seines
Verschleißes an fixem Kapital; wir hätten aber auf der andern Seite,
auf I, eine Ueberproduktion von Produktionsmitteln zum Belauf von
200, und damit wäre die ganze Basis des Schemas zerronnen, nämlich
Reproduktion auf gleichbleibender Stufenleiter, wo also völlige Pro-
portionalität zwischen den verschiedenen Produktionssystemen vor-
ausgesetzt ist, Die eine Schwierigkeit wäre nur beseitigt durch eine
viel unangenehmere.

Da. dies Problem eigene Schwierigkeiten bietet und bisher über-
haupt nicht von den politischen Oekonomen behandelt worden ist,
so wollen wir der Reihe nach alle möglichen (wenigstens scheinbar
möglichen) Lösungen oder vielmehr Stellungen des Problems selbst
betrachten.

Zunächst hatten wir soeben unterstellt, daß II an I verkauft
2000, aber nur kauft für 1800 Waren von I. In dem’ Warenwert
2000 IIe steckte 200 für Verschleißersatz, der in Geld aufzuschatzen;
so zerfiele der Wert 2000 IIe in 1800, die auszutauschen gegen Produk-
tionsmittel I, und in 200 Verschleißersatz, die in Geld (nach dem
Verkauf der 2000c an I) festzuhalten. Oder mit Bezug auf seinen
Wert wäre 2000 IIc = 1800« -+ 2000 (d), wo d gleich dechet (Ver-
schleiß),

Wir hätten dann zu betrachten
den Umsatz I. 1000v + 1000m

IL. 1800c + 200e (dA).

I kauft mit 1000 Pfd. Sterl., welche den Arbeitern in Zahlung ihrer

Arbeitskraft in Arbeitslohn zugeflossen, für 1000 IILc Konsumtions-