Dritter Abschnitt
Klasse II von derselben Größe. Wie ist dies aber möglich bei Ab-
nahme ihrer Rohstoffe, Halbfabrikate, Hilfsstoffe (das heißt der zir-
kulierenden Elemente des konstanten Kapitals II)? Zweitens: Ein
größerer Teil des unter Geldform wieder hergestellten fixen Kapitals
[Te strömt zu I, um aus Geldform in Naturalform rückverwandelt zu
werden. Es strömt also an I mehr Geld zu, außer dem zwischen
Fund IT zum bloßen Warenumsatz zirkulierenden Geld; mehr Geld,
das nicht wechselseitigen Warenumsatz vermittelt, sondern nur ein-
zeitig in Funktion von Kaufmittel auftritt. Zugleich aber hätte die
Warenmasse von ITe, die Träger des Wertersatzes von Verschleiß ist,
proportionell abgenommen, also die Warenmasse IT, die nicht gegen
Ware von I, sondern nur gegen Geld von I umgesetzt werden muß.
Es wäre mehr Geld von II an I als bloßes Kaufmittel zugeströmt
und es wäre weniger Ware von II da, welcher gegenüber I als
bloßer Käufer zu fungieren hätte. Ein größerer Teil von Im —
denn I, ist bereits in Ware II umgesetzt — wäre also nicht in
Ware II umsetzbar, sondern festhaftend in Geldform.

Der umgekehrte Fall, wo in einem Jahr die Reproduktion der
Sterbefälle des fixen Kapitals II geringer und dagegen der Ver-
schleißteil größer, braucht hiernach nicht weiter durchgegangen zu
werden.

Und so wäre Krise da — Produktionskrise — trotz Reproduktion
auf gleichbleibender Stufenleiter.

Mit einem Wort: Wird bei einfacher Reproduktion und gleich-
bleibenden Umständen, also namentlich gleichbleibender Produktiv-
kraft, Gesamtgröße und Intensität der Arbeit — nicht eine konstante
Proportion vorausgesetzt zwischen absterbendem (zu erneuerndem)
und in alter Naturalform fortwirkendem (bloß für Ersatz seines Ver-
schleißes den Produkten Wert zusetzendem) fixem Kapital —, 8o
bliebe in einem Fall die Masse von zu reproduzierenden zirkulierenden
Bestandteilen dieselbe, aber die Masse von zu reproduzierenden fixen
Bestandteilen wäre gewachsen; es müßte also die Gesamtproduktion I
wachsen oder es wäre, selbst abgesehen von den Geldverhältnissen,
Defizit der Reproduktion da.

Im andern Fall: Nähme die proportionelle Größe des in natura
zu reproduzierenden fixen Kapitals II ab, also im selben Verhältnis
der nur noch in Geld zu ersetzende Bestandteil des fixen Kapitals II
zu, So bliebe die Masse der von I reproduzierten zirkulierenden Be-
standteile des konstanten Kapitals II unverändert, die des zu repro-
duzierenden fixen dagegen hätte abgenommen. Also entweder Ab-
nahme der Gesamtproduktion I oder aber Ueberschuß (wie vorher
Defizit) und nicht zu versilbernder Ueberschuß.

Dieselbe Arbeit kann zwar im ersten Fall mit zunehmender Pro-
duktivität, Ausdehnung oder Intensität, größeres Produkt liefern,
und so wäre das Defizit im ersten Fall zu decken; solcher Wechsel
würde aber nicht ohne Deplacierung von Arbeit und Kapital aus
einem Produktionszweig von I in den andern stattgreifen und jede

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