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Zwanzigstes Kapitel

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Verkäufer der Ware das Pfund zurückgibt für Mehrprodukt, das mich
nichts gekostet hat, habe ich offenbar die Waren umsonst erhalten.
Die beständige Wiederholung dieser Operation ändert nichts daran,
daß ich beständig Waren entziehe und beständig im Besitz des
Pfundes bleibe, obgleich ich mich desselben zum Bezug der
Waren vorübergehend entäußere. Der Kapitalist erhält beständig
dies Geld zurück als Versilberung von Mehrwert, der ihm nichts
gekostet hat.

Wir sahen, daß bei A. Smith der gesamte gesellschaftliche Produk:
tenwert sich auflöst in Revenue, in v + m, daß also der konstante
Kapitalwert gleich Null gesetzt wird. Es folgt daher notwendig, daß
das zur Zirkulation der jährlichen Revenue erforderliche Geld auch
hinreichend ist zur Zirkulation des gesamten jährlichen Produkts,
daß also in unserm Fall das zur Zirkulation der Konsumtionsmittel
zum Wert von 3000 nötige Geld hinreicht zur Zirkulation des ge:
samten Jahresprodukts zum Wert von 9000. Dies ist in der Tat
A. Smiths Ansicht, und sie wird von Th. Tooke wiederholt. Diese
falsche Vorstellung vom Verhältnis der zur Versilberung der Revenue
erforderlichen Geldmasse zur Geldmasse, welche das gesamte gesell-
schaftliche Produkt zirkuliert, ist ein notwendiges Resultat der nicht
begriffenen, gedankenlos vorgestellten Art und Weise, wie die ver-
schiedenen stofflichen und Wertelemente des jährlichen Gesamt-
produkts sich reproduzieren und jährlich ersetzt werden. Sie ist
daher bereits widerlegt,

Hören wir Smith und Tooke selbst.

_ Smith sagt B. II, ch. 2: „Die Zirkulation jedes Landes kann
in zwei Teile geschieden werden: die Zirkulation der Händler unter-
einander und die Zirkulation zwischen Händlern und Konsumenten.
Wenn auch dieselben Geldstücke, Papier oder Metall, bald in der
einen, bald in der andern Zirkulation verwandt werden mögen, so
gehen doch beide fortwährend gleichzeitig nebeneinander vor, und
jede von beiden bedarf daher einer bestimmten Geldmasse dieser
oder jener Art, um in Gang zu bleiben. Der Wert der zwischen den
verschiedenen Händlern zirkulierten Waren kann nie den Wert der
zwischen den Händlern und den Konsumenten zirkulierten Waren
übersteigen; denn was die Händler auch immer kaufen, muß doch
schließlich an die Konsumenten verkauft werden. Da die Zirkulation
zwischen den Händlern en gros geschieht, erfordert sie im allgemeinen
eine ziemlich große Summe für jeden einzelnen Umsatz. Die Zirku-
lation‘ zwischen Händlern und Konsumenten dagegen geschieht
meist en detail und erfordert oft nur sehr kleine Geldbeträge; ein
Schilling oder selbst ein halber Penny genügt manchmal. Aber kleine
Summen zirkulieren weit rascher als große... Obgleich die jähr-
üichen. Käufe aller Konsumenten daher denen aller Händler an Wert
mindestens‘“ (dies „mindestens“ ist gut!) „gleich sind, so können sie
doch in der Regel mit einer weit geringeren Geldmasse erledigt
werden‘. usw.