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Dritter Abschnitt
ihrer wechselseitigen Waren, IIc verkauft seine Ware an die Arbeiter-
klasse von I, diese tritt ihm einseitig als Warenkänufer, es tritt ihr
einseitig als Warenverkäufer gegenüber; mit dem hierdurch gelösten
Geld. tritt IIe einseitig als Warenkäufer dem Gesamtkapitalisten I
gegenüber, dieser ihm bis zum Betrag von Iv einseitig als Waren-
verkäufer. Nur durch diesen Warenverkauf reproduziert I schließlich
sein variables Kapital wieder in Form von Geldkapital. Tritt das
Kapital von I dem von II einseitig als Warenverkäufer bis zum
Betrag von Iv gegenüber, so seiner Arbeiterklasse gegenüber als
Warenkäufer im Ankauf ihrer Arbeitskraft; und tritt die Arbeiter-
klasse I dem Kapitalisten II einseitig als Warenkäufer gegenüber
(nämlich als Käufer von Lebensmitteln), so dem Kapitalisten I ein-
zeitig als Warenverkäufer, nämlich als Verkäufer ihrer Arbeitskraft.

Das fortwährende Angebot der Arbeitskraft von seiten der
Arbeiterklasse in I, die Rückverwandlung eines Teils des Waren-
kapitals I in Geldform des variablen Kapitals, der Ersatz eines
Teils des Warenkapitals II durch Naturalelemente des konstanten
Kapitals IIc — alle diese notwendigen Voraussetzungen bedingen
sich wechselseitig, werden aber vermittelt durch einen sehr kom-
plizierten Prozeß, der drei unabhängig voneinander vorgehende,
aber sich miteinander verschlingende Zirkulationsprozesse ein-
schließt. Die Kompliziertheit des Prozesses selbst bietet ebenso-
viel Anlässe zu anormalem Verlauf.
2. Das zusätzliche konstante Kapital.

Das Mehrprodukt, der Träger des Mehrwerts, kostet den An-
eignern desselben, den Kapitalisten I, nichts. Sie haben in keinerlei
Art Geld oder Waren vorzuschießen, um es zu erhalten. Vorschuß
(avance) ist schon bei den Physiokraten die allgemeine Form von
Wert, verwirklicht in Elementen von produktivem Kapital. Was
sie also vorschießen, ist nichts als ihr konstantes und variables
Kapital. Der Arbeiter erhält ihnen nicht nur durch seine Arbeit
ihr konstantes Kapital; er ersetzt ihnen nicht nur den variablen
Kapitalwert durch einen entsprechenden neugeschaffenen Wert-
teil in Form von Ware; durch seine Mehrarbeit liefert er ihnen
außerdem einen in Form von Mehrprodukt existierenden Mehrwert.
Durch den sukzessiven Verkauf dieses Mehrprodukts bilden sie den
Schatz, zuschüssiges potentielles Geldkapital. Im hier betrachteten
Fall besteht dies Mehrprodukt von vornherein aus Produktions-
mitteln von Produktionsmitteln. Erst in der Hand von B, B’, B”
ste. (I) fungiert dies Mehrprodukt als zuschüssiges konstantes
Kapital; aber es ist dies virtualiter schon, bevor es verkauft wird,
schon in der Hand der Schatzbildner A, A’, A” (I). Wenn wir bloß
den Wertumfang der Reproduktion seitens I betrachten, so befinden
wir uns noch innerhalb der Grenzen der einfachen Reproduktion,
denn kein zusätzliches Kapital ist in Bewegung gesetzt worden, um
dies virtualiter zuschüssige konstante Kapital (das Mehrprodukt)