Einführung persönliche Rücksprachen notwendig, um in jedem Falle brauchbare Angaben zu erhalten. Jedenfalls liegt hier ein sehr sorgfältig ge- sammeltes und geprüftes Material vor. Allerdings sind wir uns darüber klar, daß bei aller Sorgfalt immer noch Fehler und Lücken vorhanden sind und daß es sich in diesem Buch um einen ersten sehr unvollkom- menen Versuch handelt. Besonders schwierig ist es, die Zahl und Art der in den Anstalten tätigen Kräfte festzustellen, wir haben es dabei nicht nur mit Diakonen, Diakonissen und Schwestern zu tun, sondern auch mit anderen Berufsarbeitern und Berufsarbeiterinnen und sonstigen Kräften.. Die Gesamtzahl ist nur schwer zu bekommen. Daher haben wir die Gesamtzahl der in den Anstalten tätigen Kräfte in der Uebersichtstabelle, ebenso wie der Deutsche Caritasverband, auf im ganzen 15 Prozent der Bettenzahl geschätzt, Auch die Bettenzahl war, besonders bei den großen An- stalten, nicht immer einfach festzustellen, Gezählt wurden nur die Betten der Pfleglinge. Alsevangelisch wurden alle diejenigen Anstalten angesehen, die satzungsgemäß oder ihrem tatsächlichen Charakter nach evangelisch sind. Dieser evangelische Charakter ist nicht immer satzungsgemäß festgelegt worden, selbst nicht bei Anstalten, bei denen von vornherein nie ein Zweifel über ihre evangelische Eigenart be- standen hat. Diese galt vielfach als so selbstverständlich, daß man gar nicht das Bedürfnis empfand, sie satzungsgemäß festzulegen. Das hat allerdings dazu geführt, daß im Laufe der Jahre eine Reihe ursprünglich evangelischer Gründungen humanitären Charakter an- nahm oder in die öffentliche Wohlfahrtspflege übergegangen ist. Leider haben wir auf Grund unserer statistischen Arbeiten fest- stellen müssen, daß während des Krieges und der Inflation eine nicht geringe Anzahl von Anstalten eingegangen oder zu anderen Zwecken als den ursprünglich bestimmten verwandt worden ist. Besonders gilt das von den Anstalten der Wandererfürsorge. Ueber diese Ver- luste haben wir erst ganz allmählich einen Ueberblick gewonnen. Zu den einzelnen Gruppen bemerken wir, daß es nicht immer einfach war, die Anstalten zweifelsfrei einer Gruppe zuzuweisen. Wir sind schließlich bei der in der Inneren Mission üblich gewordenen Ein- teilung geblieben. Zweifelhaft könnte man sein, ob die christlichen Hospize unter die Anstalten der Liebestätigkeit aufzunehmen sind. Einen caritativen Charakter tragen sie jedenfalls nicht. Sie sind aller- dings entstanden aus dem Bedürfnis der Fürsorge für Reisende und gehören ihrer Entstehung und ihrem Wesen nach ins Gebiet der Inneren Mission. Sie hängen außerdem vielfach eng mit anderen Ar- beiten der Inneren Mission zusammen und dienen, wenn sie Ueber-