Straßen zu einem großen Durchgangsstraßenkörper, ausgehend von der Einzelzelle. Der Planungsausschuß der Studiengesellschaft für Auto- mobilstraßenbau fing am anderen Ende an. Ausgehend vom Gesamt- organismus plante er zunächst das bekannte Fernstraßennetz und dann nach Auslese das Spitzennetz mit 15000 km Länge, das sich nach den letzten Beschlüssen der Studiengesellschaft auch an die bestehenden Straßen angliedern soll, also ebenfalls lediglich den Ausbau der bestehen- den Straßen zum Ziele hat und so mit dem erstgenannten Netz in Einklang gebracht werden kann. Das Netz des Straßenbauverbandes soll übrigens nach der neuen Verkehrskarte und nach den Vorschlägen der „Stufa‘“ überprüft werden. Damit ist die wünschenswerte Zusammenarbeit gewährleistet. Ich glaube übrigens, daß die eingangs erwähnten Nach- richten vom Ausbau des ersten Teils des Spitzennetzes als Nur-Auto- straßen bis 1931 lediglich auf einem Mißverständnis der Absichten der „Stufa‘“ beruhen. Anders kann ich mir das nicht erklären; denn der Straßenbauverband — der eine amtliche Vertretung der Straßenbau- verwaltungen der Länder und Provinzen ist — müßte davon wissen, daß bis 1931 diese 2 Milliarden ausgegeben werden sollen. Ich komme zum Ausbau. Wie soll nun ein solches Hauptnetz von Landstraßen dem zukünftigen Verkehr angepaßt werden? Das ist meines Erachtens die Kardinalirage in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Es gibt zwei Möglichkeiten. Man kann die bestehenden Straßen dem neuzeitlichen Verkehr anpassen, und man kann neue Straßen bauen, die nur dem Kraftwagenverkehr dienen. Man kann auch beides tun oder schließlich Mittelwege einschlagen. Wählt man die erstgenannte Art, den Ausbau der bestehenden Straßen, so wird man den Bau von Nur-Auto- straßen auf die schon erwähnten Sonderfälle beschränken können, aber nicht umgekehrt. Der Nahverkehr erfordert trotz des Baues von Nur- Autostraßen auch die Verbesserung der bestehenden Straßen. Schließ- lich ist noch der Gedanke zu erwähnen, die bestehenden Straßen auch als Nur-Autostraßen auszubauen und dann für den Pferdeverkehr billige Nebenstraßen zu bauen. Im folgenden sei der Ausbau der be- stehenden Straßen kurz als „Ausbau“ bezeichnet, und die Straßen, die nur dem Kraftwagenverkehr dienen sollen, sollen kurz „Nur-Autostraßen‘“ genannt werden, da die Ausdrücke „Auto- straße, Autofernstraße‘“ nicht eindeutig und daher irreführend sind und die Bezeichnung Autobahnstraße zwar treffend ist, aber heute noch nicht Ohne weiteres der Allgemeinheit verständlich sein wird. Deshalb bitte ich, den Ausdruck „Nur-Autostraße‘, um jedes Mißverständnis vermeiden zu können, wählen zu dürfen. Ich brauche hier in diesem Kreise nicht näher auf den Ausbauder bestehenden Straßen einzugehen. Die Fahrbahn muß auf ihre ganze Länge eine widerstandsfähige, staubfreie Decklage erhalten, die Il. Der Aust 1