geben begonnen hat. Das Ziel praktischer Arbeit muß es hiernach sein, an diese Straßen ebenfalls zu denken. Das schließt natürlich nicht aus, daß man in die Ferne sehen muß. Fs ist selbstverständlich, daß die Entwicklung, die die Eisenbahn im all- gemeinen gehabt hat: eingleisige Nebenbahn, zweigleisige Hauptbahn, Umgehung von Bahnhöfen, Trennung von Personen- und Güterbahnhöfen, Viergleisebahn, für den Straßenverkehr auch kommt. Wenn die heutige Finladung nun in dem Sinne erlassen ist, eine Zusammenarbeit aller be- nachbarten Verwaltungen in Fortführung dieser großen Verkehrspläne und ihrer Untersuchung zu bringen, so darf ich namens des Landeshaupt- manns der Provinz Sachsen und namens des Landesdirektors der Provinz Brandenburg die Erklärung abgeben, daß wir die Anregung bestens be- zrüßen, für die Einladung danken und gern dabei mitarbeiten werden. Herr Oberregierungsrat Dr. Rappaport (Studiengesellschaft für Automobilstraßenbau, Berlin): Meine Herren! Die Studiengesellschaft für Automobilstraßen, die ja alle Beteiligten, die irgend mit der Frage des Kraftwagenstraßenbaues zu tun haben, umfaßt, begrüßt diese neue für heute ergangene Anregung aufs lebhafteste. Der Wunsch, den die Studiengesellschaft hat nach einer möglichsten Vereinheitlichung der Studien, läßt den Wunsch aufkommen, daß, ähnlich wie bei der schon mehrfach erwähnten „Hafraba“, auch hier eine möglichst enge Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft oder des Arbeitsausschusses mit der Studiengesellschaft Platz greifen möge. Der Plan der Kraftwagenfernstraßen, der als erste Vorstudie Seitens des Planungsausschusses der Studiengesellschaft entworfen und Ihnen allen mitgeteilt wurde, scheint doch nicht so ganz falsch zu sein. Denn schon bei der Straße Basel—-Hamburg wurde festgestellt, daß der Zug im wesentlichen in dem Plan enthalten ist. Genau das gleiche gilt auch für den heute zur Erörterung stehenden Straßenzug München—Berlin, mit der einzigen Ausnahme, über die wohl noch zu sprechen sein wird, ob die Straße von Nürnberg über Augsburg geführt werden soll. Aber im übrigen enthält der Plan genau die gleiche Führung, die Herr Dr.-Ing. Speck vorhin schon eingehend geschildert hat. Ich führe das an, damit wir den Gesamtplan möglichst als Grundlage einer gemeinsamen Weiterarbeit betrachten können. Denn es würde vielleicht nicht ganz erwünscht sein, daß nun die neue Studiengruppe und die Studiengesell- schaft neben- und womöglich gegeneinander auftreten. Ich darf also betonen, daß auch diese neue Studien- oder Arbeitsgemeinschaft, wie sie sich entwickeln soll, in der großen Studiengesellschaft für Automobil- straßen ein sehr freundliches und weitgehendes Verständnis findet. Meine Herren! Die Streitirage, wenn ich so sagen darf: Soll man nun neue Autobahnstraßen oder, wie Herr Dr.-Ing. Spe ck sagt, „Nur- $