70 ERSTER TEIL: GEOGRAPHISCHE GÜTERLEHRE aka EA 7undra EZ] Hochgebirg: ZZ) Weldiand ZZ Grasiand NN CHE Verbreitung Eisbären w.s SA], GPENZE Renntieres = Nördl.Grenz Zuchses +++ Südl, Grenze © Eisfuchses a_ Pelzposten ZI Gebiete mit nr als 1Einw.au 1000 km | & 60. Das Hauptgebiet der nordamerikanischen Pelzgewinnung im}Rahmen der natürlichen Verhältnisse. Kin wichtiges Gebiet des Pelzhandels war von jeher China, namentlich in Murmel. Chinesische Ware wird in Europa wie auch japanische vor allem über London gehandelt. — Als Weltplätze des Rauchwarenmarktes treten hervor Leipzig, London und New York. Der wichtigste ist Leipzig, wo die Erzeugnisse aller Pelzländer der Erde zusammenströmen und „der Brühl“ die weltbekannte Rauch- warenstraße ist. Alle großen Pelzhandelsfirmen der Welt haben hier ständige Vertreter, und das früher auf die Oster- und Michaelismesse beschränkte Geschäft erstreckt sich jetzt über das ganze Jahr. Es hat sich gezeigt, daß Leipzig auch nach dem Kriege der Weltmittelpunkt für den Pelzhandel geblieben ist. Zu großer Bedeutung entwickelten sich hier und in den benachbarten Vororten die Rauchwaren- zurichtereien und -färbereien, in denen vorzugsweise Kaninchenfelle, die vor dem Kriege in erster Linie Frankreich und Australien zu vielen Millionen jährlich lieferten, heute aber auch in großen Mengen aus allen Teilen Deutschlands zusammenströmen, zu jeder Art von Pelz- werk „zugerichtet“ werden. Im Jahre 1927 betrug Deutschlands Einfuhr- überschuß an Fellen zu Pelzwerk rund 62000 dz im Werte von 116 Mill. 4. Die Hauptbezugsländer waren vor allem England, Frankreich, Ruß- land, die Tschechoslowakei, die Vereinigten Staaten, Australien und Argentinien. Aber fast die Hälfte dieser Menge — annähernd 28000 dz — wurden in veredeltem Zustand nach allen europäischen und zahlreichen überseeischen, namentlich amerikanischen, Ländern wieder ausgeführt. Der Wert des ausgeführten fertigen Pelzwerks aber belief sich auf 226 Mill. Z/. Damit ist Deutschland weitaus das führende Land in der Ausfuhr und überhaupt im Handel mit Kürschnerwaren. An zweiter Stelle steht Frankreich, an dritter und vierter folgen England und die Vereinigten Staaten.