95 dann im Bestande ihres Straßennetzes immer stärker hinter dem Durchschnitt sämtlicher preußischen Provinzen zurückbleiben, was gerade im Zeitalter des Kraft- wagens für die gesamte Wirtschaftslage von Ostpreußen schwere Folgen nach sich ziehen müßte. Dieser Gefahr läßt sich nur dadurch begegnen, daß der Staat den Straßenneubau in Ostpreußen im Laufe der nächsten 30 Jahre mit einer jährlichen Beihilfe von etwa 6 bis 7 Millionen RM. fördert. Erst dann ist es möglich, das Straßennetz der Provinz Ostpreußen bis zum Jahre 1960 auf die gleiche Eng- maschigkeit zu bringen, die im Durchschnitt der preußischen Provinzen bereits ein Menschenalter früher vorhanden war. Eine solche Verbesserung der Verkehrs- verhältnisse wird sich zweifellos im Sinne der Bevölkerungszunahme dieses dünn besiedelten Gebietes stark auswirken, den Arbeitsmarkt für Jahrzehnte kräftig beleben und die schwierige Lage der ostpreußischen Wirtschaft nachhaltig er- leichtern.