ZU Erster geschichtlicher Teil sich stellt). Überall sonst pflegen zumeist auch die niederen Jäger schon in größeren Gruppen zu erscheinen und zwar ganz deutlich auf Grund besserer Vorbedingungen für den notwendigen Lebens- unterhalt“ *). Auch innerhalb dieser Horden gibt es eine Art von Häuptling. „Zu seinen Obliegenheiten gehört die Regelung der Wanderungen. Er achtet darauf, daß die nämlichen Bezirke nicht zu oft überwandert werden und dadurch Nahrungsmangel entsteht“ 2). Wir haben es hier also mit einer Art von primitiver Bevölkerungs- politik zu tun. Daß auch das Umherwandern, das stete Aufsuchen immer wieder neuer Jagdgründe, auf dieser Stufe nicht vor der schlimmsten Not schützt, dafür gibt es unzählige Belege. Eylmann schreibt über die Eingeborenen Südaustraliens: „Bevor ich zum zweiten Abschnitt dieses Kapitels übergehe, möchte ich nachdrücklich vor einer zu günstigen Beurteilung der Ernährung der Binnenlandstämme warnen. Die be- sprochenen Nahrungsmittel, die in Frage kommen, bilden allerdings eine stattliche Reihe, obwohl nicht einmal die Mehrzahl der Vege- tabilien berücksichtigt ist, die von Bedeutung sind. Es kann zwar nicht in Abrede gestellt werden, daß auch der Bewohner des Inneren zuweilen im Überfluß schwelgt. Die Zeiten erlebt er aber nicht oft, wo alle Wasserlöcher gefüllt sind, das rote und gelbe Erdreich ein grüner Pflanzenteppich deckt und an Wildfrüchten und Wurzeln aller Art kein Mangel ist. Dagegen muß er während der häufigen Dürren Ditter Not leiden, wenn das Wild größtenteils zugrunde gegangen oder ausgewandert ist und die Nahrungspflanzen nur eine schlechte Ernte liefern“®), Von den Buschleuten der Kalahari schreibt Passarge: „Das Leben des Buschmanns ist hart genug, aber er ist froh, wenn er immerhin imstande ist, unter Entbehrungen, hungernd und durstend, sein Leben zu fristen. Es gibt aber auch viel schlimmere Zeiten für ihn. Nehmen wir einmal an — und das ist nicht selten der Fall — daß die Regen am Ende des Jahres ausbleiben. Die Melonen sind zu Ende, die Knollen geschrumpft, saftlos, der S5augbrunnen versagt. Was tun? Drei, vier, fünf stramme Marsch- tage trennen die Familie von jedem Wasser. Aber selbst der Busch- mann kann nicht mehr aushalten. Schon sind sie alle erschöpft. Es gibt nur die eine Möglichkeit, Tod oder Durchbruch zum nächsten Wasser, Man läßt alles irgendwie entbehrliche zurück, Hausgeräte, Felle und vorwärts geht es, so schnell jeder kann ..... Vielleicht N Koppers, a. a. O., S. 419. ') Knabenbans, a. a. O., S. 116. ’) Die Eingeborenen der Kolonie Südaustralien 1908.