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Durchschnitt jüngere Frau wählt. Zähleinheit war nun in der vorliegenden
Erhebung nicht das Ehepaar, sondern die betagte Einzelperson, weshalb in
len ziemlich häufigen Fällen, in denen allein der Ehemann das 60. Altersjahr
iberschritten hatte, nur für ihn eine Alterskarte ausgestellt wurde, sodaß die
ıoch nicht 60 Jahre alte Ehefrau nicht in die Erhebung fiel. Andererseits
zibt es natürlich, wenn auch in viel seltenerem Maße, Ehefrauen, die über
30 Jahre alt sind, während ihre Männer dieses Alter noch nicht erreicht haben.
Gerade das umgekehrte Verhältnis zeigt sich bei den Verwitweten. 2562
Nitwen stehen nur 743 Witwer gegenüber. Die große Zahl von Witwen rührt
änmal davon her, daß im allgemeinen die Frauen in jüngeren Jahren heiraten
als die Männer und demzufolge ihre Männer überleben, ferner aus der gerinzeren
 Sterblichkeit der Frauen und schließlich aus dem Umstand, daß die
Witwer sich vielfach wieder verehelichen. Die Zahl der Geschiedenen würde
gegenüber den ausgewiesenen Zahlen jedenfalls noch um einiges größer sein,
wenn die Angabe des Zivilstandes genau wäre. Erfahrungsgemäß kommt es
mmer wieder vor, daß Geschiedene ihren Zivilstand verheimlichen und sich
als ledig oder verwitwet ausgeben.
Zu interessanten Vergleichen gibt die Zahl der Ledigen Anlaß. 1085 oder
beinahe ein Fünftel (19,6 %) aller über 60jährigen Frauen war zu dauernder
Ehelosigkeit verurteilt. Für die Männer beträgt der betreffende Anteil
7,5 %- Hauptsächlich unter den ledigen Frauen befinden sich Erwerbstätige
gewerbliche Arbeiterinnen, Dienstmädchen, Köchinnen, Verkäuferinnen) die
bei zunehmendem Alter erwerbslos werden und ein kümmerliches Dasein
[risten müssen, weil sie bei dem bescheidenen Lohne, der häufig für weibliche
Arbeit bezahlt wird, nicht in der Lage sind, ausreichende Ersparnisse für die
alten Tage anzusammeln.