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jedoch die Befugnis erteilt, sie von sich aus auf das 65. Jahr herabzusetzen,
wenn die finanziellen Verhältnisse es erlauben. Die Rente beträgt Fr. 40. — pro
Person und Monat; sie fällt dahin oder wird entsprechend gekürzt, wenn anderweitiges
 Einkommen und Rente zusammen bei Einzelpersonen den Betrag von
Fr. 110. —, bei Ehegatten den Betrag von Fr. 165. — im Monat übersteigen.

Beachtenswert ist die Art, wie in Biel, in Anlehnung an den Basler Entwurf
 ($ 23 III Absatz 3) der Besitz des Bezugsberechtigten in Berücksichtigung
 gezogen wird. Gemäß Art. 5, Abs. 1, des Bieler Reglementes
ist Vermögen, sofern es mehr als Fr. 1000. — beträgt, zu einem dem
Unterschied zwischen dem Altersjahr des Berechtigten und dem 100. Altersjahr
 entsprechenden Bruchteil als Einkommen in Anrechnung zu bringen.
Einer 70jährigen Einzelperson mit Fr. 15 000. — Vermögen wird fürs erste
der Zinsertrag ihres Vermögens mit Fr. 637. — (zu 4'/2 %), sodann der dreißigste
Teil (100 minus 70) von Fr. 14 000. — (15 000 minus 1000) oder Fr. 406. —,
zusammen also Fr. 1103. — als Einkommen angerechnet. Zudem behält sich
die Gemeinde für ihre Leistungen ein Rückforderungsrecht vor (Reglement
Art. 4 Abs. 2\.

In Bern lag bis dahin die Fürsorge für das bedürftige Alter ausschließlich
in den Händen der Armenbehörden und der privaten wohltätigen Vereine
und Stiftungen, von denen der „Verein für das Alter‘, dessen Sektionen
sich über die ganze Schweiz erstrecken, die bekannteste ist. Der Verein für
das Alter stellt sich die Doppelaufgabe, Altersheime zu gründen und zu führen
und an bedürftige Greise und Greisinnen Renten auszurichten. Das Altersheim
 Kirchbühl, das der Verein zu diesem Zwecke von der Zieglerspital-Stiftung
 gemietet hat, beherbergt etwa 20 Insassen von über 65 Jahren. Auch
eine Anzahl der Insassen des Dienstbotenheims werden vom Verein für das
Alter unterstützt. Bedeutsamer aber ist die Tätigkeit, die der Verein nach
außen. bei der Ausrichtung von Altersrenten an Privatwohnende entwickelt.

Die von Jahr zu Jahr sich ausdehnende Tätigkeit des Vereins wird durch
({olgende Zahlen veranschaulicht:

1927
1928
1929

Rentr

99
166
I68

Auszahlungen Durchschnitt],
Pr, Rente Fr.
9 200 93
23 350 141
38 150 142

Von den 268 Rentenbezügern des Jahres 1928 waren 210 Frauen und 58
Männer, was ziemlich genau dem Verhältnis der Geschlechter in der Initiative-Sevölkerung
 entspricht. Unter diesen 268 Personen befanden sich 31 Ledige.